5 Fragen an Münchens beste Blogs: MunichMag

Das digitale Stadtmagazin MunichMag bietet zahlreiche Tipps zu Münchner Veranstaltungen und Freizeitgestaltung in der Metropole. Dahinter stehen Regina, Martin und Sebastian, die das Magazin mit großem Engagement und Leidenschaft pflegen.

MunichMag wurde auf dem Abendempfang der Münchner Webwoche 2016 als einer der besten Blogs Münchens ausgezeichnet. Von unserem Partner Mucbook organisiert und durchgeführt, wurden aus über 200 Bewerbungen die neun besten Blogs in den Kategorien Corporate, Sport, Mode, Kultur, Food, Familie, Video, Reise, München und Publikum prämiiert.

Wir haben die Bloggerinnen interviewt, um mehr über ihren Blog und ihre Einschätzung der Münchner Digitalszene zu erfahren.

MWW: Hallo Regina, Martin und Sebastian, euer Blog konnte sich beim Publikumspreis durchsetzen. Wir würden gerne wissen, wer dahinter steht. Könnt ihr euch kurz vorstellen?

Logo von MunichMag Ursprünglich gestartet sind wir mal zu dritt: Regina, die von Anfang an den redaktionellen Hut aufhatte; Sebastian, der sein Online Marketing-Wissen einbringt; und Martin, der sich um die Technik kümmert. Wir drei Gründer sind zwar alles keine gebürtigen Münchner, sind aber schon lange genug hier, dass wir uns schon fast wie Münchner Kindl fühlen und uns in diese Stadt einfach verliebt haben. Wir drei bilden nach wie vor das Kernteam von MunichMag. Mittlerweile gibt es aber einen Kreis von circa 10 bis 12 Leuten mit den unterschiedlichsten Backgrounds, die uns mit großem Engagement dabei unterstützen, MunichMag am Laufen zu halten. Denn so ein Blog kann schon viel Arbeit machen. 😉

MWW: Euer Blog erreicht mittlerweile viele Leser. Wie seid ihr zum Bloggen gekommen und warum habt ihr euer Thema gewählt? Was sind eure persönlichen Meilensteine?

MUNICHMAG: MunichMag entstand wortwörtlich aus einer Schnapsidee. Kennengelernt haben wir drei Gründer uns, als wir bei einem Startup gearbeitet haben, das leider nicht so richtig zünden wollte. Als sich das immer mehr herauskristallisierte und das Ende so langsam absehbar war, waren wir drei öfters zusammen am Tresen unserer Stammkneipe zu finden, wo wir natürlich auch über unsere Zukunft philosophierten.

Da wir drei uns mochten und uns fachlich auch super ergänzten, wurde eben irgendwann mal gebrainstormt, was man denn für ein Projekt zusammen starten könnte. So dauerte es auch nicht lange, bis die Idee zu MunichMag – damals noch unter dem Namen „München geht raus“ – geboren war. Denn das war es eigentlich, was wir damals – im März 2015 – am meisten in München vermissten. Ein Online-Angebot mit tagesaktuellen Event-Tipps – nicht nur, aber eben auch abseits des Mainstreams. Denn dass eine Stadt wie München viele tolle Veranstaltungen zu bieten hat, ist ja eigentlich klar. Das Problem, vor dem wir selber oft genug standen, war aber, dass die wirklich guten Sachen im fast unüberschaubaren Angebot gerne mal untergingen. Genau das wollten wir ändern.

Meilensteine gab es viele in den knapp zwei Jahren unseres Bestehens. Als wir innerhalb einer Woche die 1.000-Fan-Marke bei Facebook geknackt hatten und von unseren Lesern der ersten Stunde nur positive Rückmeldungen kamen, war uns klar, dass wir einen Nerv getroffen hatten. Seitdem war eigentlich jede gerissene 10.000er-Marke bei Facebook ein weiterer Meilenstein (bald sind übrigens die 80.000 fällig! 😉 )

Daneben war natürlich auch der Gewinn des Publikumspreises letztes Jahr eine weitere tolle Bestätigung unserer Arbeit. Unsere Leser sind also nicht nur passive Konsumenten, sondern sind auch bereit etwas für uns zu tun. Was kann man sich mehr von seinen Fans wünschen?

Und last but not least war ein weiterer Meilenstein, als wir unser Redaktionsteam erweiterten. Am Anfang hatten wir drei Gründer ja noch alles selber recherchiert und geschrieben, was eine Zeitlang auch ganz gut ging. Nur irgendwann mussten auch wir wieder Brötchen verdienen, sodass wir froh waren, dass sich genügend engagierte Mitstreiter fanden, was unsere Seite aber eben auch vielfältiger und hoffentlich auch interessanter macht.

MWW: Ihr konntet ein besonders großes Publikum von euch überzeugen. Was macht eurer Meinung nach einen Blog erfolgreich?

MUNICHMAG: Zuallererst sind es natürlich gute und relevante Inhalte. Bei dem heutzutage herrschenden Informationsüberangebot will sich ja niemand von überflüssigen oder redundanten Dingen langweilen lassen. Darüber hinaus gilt es aber natürlich auch eine Nische zu finden, die noch nicht von zu vielen anderen Playern besetzt ist – es sei denn, man hat einen wirklich neuen Ansatz oder besonderen Blickwinkel zu bieten. Auch sich zu vernetzen, ist aus unserer Sicht wichtig. Man ist, wen man kennt, stimmt halt leider wirklich bis zu einem gewissen Grad. Und wenn man es mit seinem Projekt richtig ernst meint, ist auch gutes (Selbst-)Marketing ein nicht unerheblicher Erfolgsfaktor. Die Inhalte können noch so gut sein. Wenn niemand davon erfährt, bringen sie einem auch nichts.

MWW: Die Münchner Webwoche und das Isarnetz wollen Münchens digitale Szene stärker untereinander vernetzen. Dazu gehören unserer Meinung nach Blogger genauso wie Unternehmen, Netzwerke oder kreative Solopreneure. Wie schätzt ihr die Bedeutung von Blogs innerhalb der Münchner Digital-Community ein, und welche Stärken seht ihr als Blogger darin?

MUNICHMAG: Blogs sind sicher ein fester und wichtiger Bestandteil der Münchner Digitalszene, aber eben auch nur ein eher kleiner Teilbereich. Andere Bereiche der Digitalbranche ziehen natürlicherweise mehr (mediale) Aufmerksamkeit auf sich. Dass München einer der wichtigsten Digitalstandorte Deutschlands ist, kommt aber natürlich auch uns als Bloggern zugute, weil sich uns so eher Möglichkeiten eröffnen mit unserem Blog Geld zu verdienen, indem wir z. B. neue Geschäftsideen und Startups aus München bei uns vorstellen.

MWW: Blicken wir in die Zukunft: Wie sieht das digitale Gesicht Münchens im Jahr 2047 aus? Welchen Wunsch habt ihr für das digitale München in 30 Jahren?

MUNICHMAG: Schon bald wird ja alles irgendwie mehr oder weniger digital sein. Wir glauben daher nicht, dass in 30 Jahren noch irgendwas besonderes am „Digitalen“ sein wird. Es wird Teil unseres Alltags und eine Selbstverständlichkeit sein wie heute der Strom aus der Steckdose. Das Leben in einer Stadt wie München wird dann sicherlich noch sehr viel schöner und besser sein als heute. Man denke nur mal an den ganzen Platz, der wieder zur Verfügung stehen wird, wenn all die Autos und dafür benötigten Parkflächen verschwinden und durch autonome Verkehrssysteme ersetzt werden. Allerdings sollten wirklich alle Menschen von der Digitalisierung profitieren, und nicht nur wenige. Das wäre unser größter Wunsch für das digitale München 2047.

MWW: Herzlichen Dank für eure Zeit. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und Freude mit eurem Blog!