5einhalb Fragen an Andy Keck

MWW: Erzähl‘ uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Dich in München so richtig begeistert hat.

München steht bisher nicht so sehr für Digitales. Das Bild von Laptop und Lederhos‘n ist immer noch sehr lederhosenlastig. Gleichzeitig sind wir eine der IT-Hauptstädte dieser Welt. Deshalb ist die Münchner Webwoche des Netzwerks Isarnetz auch so wichtig und begeistert mich immer wieder.
 

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

München hat die wirtschaftliche und die technologische Power. In Sachen Kreativszene und Gründerkultur sehe ich aber noch großen Nachholbedarf – mir wollen zu viele Studienabgänger in die großen Unternehmen oder gleich in den Öffentlichen Dienst. Das ist schlecht für den Standort.
 

MWW: Wie kann man aus Deiner Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

Unter anderem mit der Münchner Webwoche. Die setzt wichtige Impulse. Wir brauchen auch mehr Augenmerk auf Schule und Ausbildung. Mit dem elterlichen oder schulischen Rat „was G’scheit‘s zu lernen und dann zur Sparkasse, zu Siemens oder zur Stadt zu gehen“ fördern wir Sicherheitsdenken und keine Neugründungen. Auch brauchen wir eine schnellere Umsetzung neuester Entwicklungen an Schulen und Hochschulen. Es dauert teilweise zu lange, bis die Lehrpläne angepasst werden.
 

MWW: Mit der keck. KG hast Du 2015 erstmalig die Vermarktung und Betreuung von Sponsoren und Promotionpartnern übernommen. Was hat Dich von diesem Format überzeugt?

München bleibt hinter seinen digitalen Möglichkeiten zurück. Da juckt es mich als Münchner, eine Veranstaltung wie die Münchner Webwoche erfolgreicher und einflussreicher zu machen.

 

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würdest Du an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

Vom Seppi Schmid.