5einhalb Fragen an: Eva Puckner, Referat für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München

[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum zugleich sein. Die Interviewreihe unterstützt dieses Ziel, indem sie Persönlichkeiten aus dieser Szene vorstellt.]

Mit Eva Puckner hat die Münchner Webwoche eine starke Fürsprecherin im Referat für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München. Die Zusammenarbeit zwischen Isarnetz und der Stadt besteht schon von der ersten Stunde des Isarnetzes und auch dieses Jahr wird der Isarnetz-Abendempfang am 17.6. wieder im Alten Rathaus stattfinden.

MWW: Erzählen Sie uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Sie in München so richtig begeistert hat.

EP: Aus Sicht der Landeshauptstadt München möchte ich hier die WLAN Hotspots in München nennen. Im Rahmen des Projektes M-WLAN strebt die Stadt zusammen mit den Stadtwerken München einen kostenlosen Internet-Service an und stattet dementsprechend wichtige Plätze in München mit WiFi Hotspots aus. Wer sich in das drahtlose Netz einwählen möchte, muss lediglich die Nutzungsbedingungen akzeptieren und kann dann gratis ohne Registrierung das Internet nutzen.

Kostenlos im Internet surfen in München ist auf dem Marienplatz , am Odeonsplatz, dem Sendlinger Tor und am Karlsplatz Stachus schon länger der Fall. Nun sind folgende Standorte hinzugekommen: Marienhof, Orleansplatz, Lehel, Harras, Münchner Freiheit, Wettersteinplatz, Giesing, Rotkreuzplatz, Neuperlach Zentrum und Deutsches Museum.

Darüber hinaus gibt es selbstverständlich weitere Anbieter von öffentlichen drahtlosen Netzwerken, zum Beispiel zahlreiche Münchner Restaurants und Cafés.

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

EP: Eine Studie der Europäischen Kommission, die 2014 veröffentlicht wurde, zeichnet München als besten Informations- und Kommunikationsstandort Europas vor London und Paris aus. Zentrale Merkmale sind die hervorragende Forschungs- und Entwicklungslandschaft, die Innovationskraft und die Leistungsfähigkeit der ansässigen Unternehmen. Ich vertraue bei diesen Voraussetzungen voll auf die Kräfte des Marktes und bin zuversichtlich, dass München auch bei der Digitalisierung eine Vorreiterrolle einnehmen wird. Der Standort ist also bestens auf die zweite und dritte Digitalisierungswelle vorbereitet. Die starken Münchner Branchen wie z.B. Automotive, Finanzdienstleistungen oder Luft- und Raumfahrt treffen mit ihrer dringenden Nachfrage nach Digitalisierungsdienstleistungen auf innovative, kompetente Anbieter vor Ort.

MWW: Wie kann man aus Ihrer Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

EP: Insbesondere von Seiten der jungen, digitalen Unternehmen besteht eine hohe Nachfrage nach Beratungsangeboten in den Bereichen Förderung, Wissenstransfer und nach Networking. Die existierende ausdifferenzierte, breite Beratungslandschaft in München wird deshalb zur Zeit stetig ausgebaut und aufeinander abgestimmt.

Gleichzeitig hat München jedoch auch die Infrastruktur der Digitalisierung fest im Blick: So sind der weitere Ausbau des Glasfasernetzes durch die Stadtwerke München sowie die Ertüchtigung des schnellen Internets im Innenstadtbereich durch die Telekom wichtige Schritte, welche die Zukunft der erfolgreichen Digitalisierung ermöglichen und gewährleisten.

MWW: Die Stadt München unterstützt die Münchner Webwoche seit ihrem Beginn im Jahr 2012. Was hat Sie von diesem Format überzeugt?

EP: Die Organisatoren der Münchner Webwoche, das Isarnetz, zeichnen sich durch Lebendigkeit, Innovation und Kreativität aus. Die zahlreichen Teilnehmer und Veranstaltungen im Rahmen der Webwoche kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen der digitalen Unternehmerschaft. Die Webwoche gibt der Münchner digitalen Szene so ein sympathisches Gesicht, das zum Mitmachen einlädt und das eine breit aufgestellte  Community von IT-Unternehmen, Bloggern, Marketingexperten, Webdesignener etc. erreicht.

MWW: Welche Veranstaltungen plant die Stadt München zur Webwoche 2015?

EP: Die zentrale Abendveranstaltung der Münchner Webwoche wird wieder im großen Saal des alten Rathauses am Marienplatz stattfinden. Dies ist eine nette Gelegenheit für alle Teilnehmer, sich sozusagen „im Wohnzimmer“ der Stadt zu treffen und sich auszutauschen. Im Mittelpunkt stehen dabei keine technischen Fragestellungen und unternehmerischen Digitalstrategien, sondern es geht um den persönlichen Austausch auf Augenhöhe zwischen IT-Unternehmern, Bloggern, Techies, Social-Media-Experten etc., etc.

Die entsprechenden Veranstaltungen in den vergangenen Jahren waren bestens besucht, haben Spaß gemacht und haben die Vernetzung der Szene auf angenehme Weise intensiviert.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würden Sie an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

EP: Wolfgang Glock, Leiter des Projektes E-Government der Landeshauptstadt München.

 MWW: Vielen lieben Dank!

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