5einhalb Fragen an: Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Staatsministerin Ilse Aigner

[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum zugleich sein. Die Interviewreihe unterstützt dieses Ziel, indem sie Persönlichkeiten aus dieser Szene vorstellt.]

Dr. Wieland Holfelder vom Google Entwicklungszentrum München hat Ilse Aigner für die 5einhalb Fragen nominiert. Die Staatsministerin ist Schirmherrin der Münchner Webwoche 2015.

MWW: Erzählen Sie uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Sie in München so richtig begeistert hat.

Aigner: Richtig begeistert hat mich die Gründerkonferenz „Bits & Pretzels“. Ein Team aus drei Organisatoren hat innerhalb von zwei Jahren eine riesen Veranstaltung zur Stärkung der bayerischen Startup-Szene aufgezogen. Im Januar 2015 waren ca. 1.700 Teilnehmer aus der bayerischen, nationalen und internationalen Start-up Szene vertreten. Das war wirklich beeindruckend. Für den Folgetermin, der während und teilweise auf dem Oktoberfest 2015 stattfindet, wird mit 3.000 Teilnehmern gerechnet.

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

Aigner: Das Münchner wie das bayerische Potential sind groß. Was sich aus dem Zusammenspiel von IT-Industrie, klassischer Industrie, Wissenschaft und Start-Ups insgesamt entwickelt hat und entwickeln wird, ist den Leuten noch zu wenig bekannt. Man findet bei uns immer die richtigen Partner für ein neues Geschäftsmodell der digitalen Wirtschaft. Ich teile hier die Ansicht von Wieland Holfelder: Hier wird richtiges Business gemacht, aber zu wenig darüber geredet.

MWW: Wie kann man aus Ihrer Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

Aigner: Mit dem WERK1.Bayern haben wir bereits einen Anlaufpunkt für die digitale Gründerszene in München. Jetzt bauen wir das WERK1 zu einem Zentrum für Internet und digitale Medien von internationalem Rang aus, damit es als Blaupause für weitere Zentren für digitale Gründer in den anderen Regierungsbezirken dienen kann.

MWW: Welchen Beitrag kann ein Format wie die Münchner Webwoche aus Ihrer Sicht dazu leisten?

Aigner: Wichtig ist, dass wir mehr über die Chancen und Potentiale der Digitalisierung der Wirtschaft reden und die Vernetzung aktiv gestalten. Genau das müssen wir vermehrt tun. Die Webwoche setzt genau hier an und schafft so gute Voraussetzungen für neue Produkte und innovative Geschäftsmodelle.

MWW: Welche Veranstaltungen planen Sie zur Münchner Webwoche 2015?

Aigner: Ich habe die Schirmherrschaft übernommen und werde verfolgen, was sich an diesen Tagen in München abspielt.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würden Sie an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

Aigner: Wir haben so viel engagierte Akteure, die sich mit Herzblut engagieren. Da fällt die Auswahl schwer. Mich würden aber sehr die Antworten von Dr. Franz Glatz vom WERK1 interessieren.

 MWW: Vielen lieben Dank!