5einhalb Fragen an Das Münchner Kindl

Das Münchner Kindl

MWW: Hallo Anita, hallo Sarah, könnt ihr euch kurz vorstellen und erzählen, was ihr so machst?

Anita: Ich arbeite seit über drei Jahren im Social Media- und Digitalbereich, zuerst in der Beratung und im Moment in einem großen Münchner Startup. Im Januar 2014 habe ich gemeinsam mit Nina Gscheider und Sarah Schappert den Blog „Das Münchner Kindl“ gegründet.

Sarah: Neben dem Bloggen interessieren mich Innovationen in verschiedenen Bereichen. Ich arbeite bei der BMW Group in der Abteilung Impact Venture.

MWW: Mit Das Münchner Kindl gestaltet ihr aktiv die Münchner Digitalszene mit. Was genau steht hinter diesem Projekt und wie kam es dazu?

Anita und Sarah: Zunächst wollten wir uns einfach ein wenig ausprobieren: Über die Themen schreiben, die uns interessieren und sehen, wie uns das gefällt. Nach nun fast drei Jahren ist der Blog für uns mehr als nur ein Hobby: Er ist ein großer Teil unseres Lebens und wird auch immer mehr zu einer eigenen kleinen Firma. Wir schreiben zwar weiterhin über Herzensprojekte umsonst, wissen aber auch um den Wert unserer Follower und Content ist eben nur dann King, wenn auch für diese Arbeitsleistung ein Honorar fließt.

MWW: Wenn ihr auf eure Erfahrung zurückblickt: Welches Potential schlummert in München als Digital- und Kreativstandort? Wo würdet ihr selbst gerne mehr vorantreiben?

Anita und Sarah: München hat sehr viel Potential und ist mit Büros von großen namhaften Firmen wie Microsoft und Google bereits ein Digitalstandort. Zudem gibt es eine große Kreativszene mit sehr talentierten Künstlern und Designern. Jedoch herrscht in München aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten ein großer Druck auf ihnen, kreativ sein zu müssen. Das ist zwar einerseits gut, da die Kreativität so im Fluss bleibt, andererseits ist es aber für niemanden möglich, immer unter Druck kreativ zu sein. Hier wünschen wir uns mehr unterstützende Projekte von der Stadt oder auch von großen Firmen, die für bezahlbare Flächen und Büros sorgen und so den Kreativen ein wenig Druck nehmen und mehr Räume für Kreativität bieten. Ein gutes Beispiel dafür ist der Ruffini’s Store am Rindermarkt, in dem seit einigen Monaten tolle Produkte von jungen Münchner Designern zu finden sind – und das ganze gefördert von der Stadt – bitte mehr davon!

MWW: Welche Möglichkeiten seht ihr in München, sich selbst einzubringen und die Digitalwirtschaft, die Szene und den Standort zu stärken?

Anita und Sarah: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten: die Münchner Webwoche, Bits & Pretzels, die Direttissima Konferenz, den Social Media Club oder die Digital Media Women – alles Veranstaltungen oder Netzwerke, die sich an der Digitalszene beteiligen. Aber das Wichtigste ist und bleibt immer: Unterwegs sein und mit Leuten sprechen – nur so kann man sich einbringen und dann gemeinsam etwas verändern. Generell finden wir, dass in München viele oft ihr eigenes Süppchen kochen, anstatt sich mit anderen zusammenzutun. Hier sehen wir sehr viel Potential für die Zukunft, denn aus Kollaborationen entstehen meist die besten Dinge.

MWW: Die Münchner Webwoche lebt von der Beteiligung aus der Münchner Digitallandschaft. Könntet ihr euch vorstellen, euch mit einem eigenen Beitrag einzubringen oder mit einem Event dabei zu sein – oder seid ihr es eh schon?

Anita und Sarah: Auf jeden Fall werden wir dabei sein und die ein oder andere Veranstaltung besuchen. Zudem sitzen wir in der Jury für den diesjährigen Isarnetz Blogaward und sind schon sehr gespannt, wer in den einzelnen Kategorien das Rennen machen wird. Nachdem wir mit unserem Blog 2015 den Blogaward gewinnen konnten, wissen wir, was das für eine tolle Bestätigung für die Arbeit als Blogger sein kann.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würdet ihr an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

Anita und Sarah: Wir fänden ein paar Antworten von Felix Wegener sehr spannend, weil er dieses Jahr mit der Direttissima Konferenz gezeigt hat, was für tolle Dinge man hier in München auf die Beine stellen kann.

MWW: Vielen lieben Dank!


[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den großen und kleinen Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum sein. Die Interviewreihe räumt Platz dafür ein, dass sich engagierte Persönlichkeiten der Szene mit ihren Projekten vorstellen können.]