Portrait der Bloggerinnen von Gosspi Gold

5 Fragen an Münchens beste Blogs: Gossipgold

Auf dem Abendempfang der Münchner Webwoche 2015 wurden Münchens besten Blogger ausgezeichnet. Von unseren Partnern Mucbook und dem Bayerischen Filmzentrum organisiert und durchgeführt, wurden aus 120 Bewerbungen die vier besten Blogs in den Kategorien „Bester Blog allgemein“, „Bester Unternehmensblog“, „Bester Photoblog“ und „Bester Videoblog“ gewählt.

Als „Bester Videoblog“ konnten Sarah und Yvonne überzeugen. Ihr YouTube-Kanal „Gossipgold“ versorgt ihre Fans mit Beauty-, Fashion- und Dekotipps ebenso wie mit News zu Stars und Musik. Die Jury überzeugte die große Nähe und starke Interaktion mit ihren Fans.

Als Einstimmung auf die 5. Münchner Webwoche Anfang November 2016 haben wir die Gewinner des Blog Awards 2015 interviewt und zu ihren Blogs und Münchens digitaler Zukunft befragt. Weiterlesen

5 Fragen an Münchens beste Blogs: Photopraline

Auf dem Abendempfang der Münchner Webwoche 2015 wurden Münchens besten Blogger ausgezeichnet. Von unseren Partnern Mucbook und dem Bayerischen Filmzentrum organisiert und durchgeführt, wurden aus 120 Bewerbungen die vier besten Blogs in den Kategorien „Bester Blog allgemein“, „Bester Unternehmensblog“, „Bester Photoblog“ und „Bester Videoblog“ gewählt.

Die Bloggerin Katharina gewann in der Kategorie „Bester Photoblog“. Ihr Blog „Photopraline“ überzeugte, der die Leser selbst mit anspruchsvolle Themen und Kunstausstellungen begeistert.

Als Einstimmung auf die 5. Münchner Webwoche Anfang November 2016 haben wir die Gewinner des Blogawards 2015 interviewt und zu ihren Blogs und Münchens digitaler Zukunft befragt.

Isarnetz/Münchner Webwoche: Liebe Katharina, Dein Photoblog „Photopraline“ war in der Kategorie „Bester Photoblog“ erfolgreich. Wir würden gerne mehr über Dich erfahren. Wie würdest Du Dich beschreiben?

Katharina, Photopraline: Puh, eine schwere Frage. Meine Freunde schätzen an mir jedenfalls meine Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft. Ich versuche in jedem immer etwas Schönes zu sehen und das dann in meinen Fotos festzuhalten.

I/MWW: Zahlreiche markante Photos zieren Deinen Blog. Wie kam es zu Deinem Blog und welche Meilensteine liegen Dir besonders am Herzen?

Photopraline: Der größte Traum meines Vaters war es immer eine professionelle Kamera zu besitzen. Vor ein paar Jahren hat er sich diesen Traum verwirklicht und eine Canon 1 DS Mark III gekauft. Von ihm habe ich meine Liebe zur Fotografie. Wir haben sehr viel fotografiert und als ich schließlich 18 wurde, hat er sie mir zum Geburtstag geschenkt. Als ich nach München zum Studieren gezogen bin, hatte ich anfangs kaum Zeit zum Fotografieren. Das wollte ich ändern. Also beschloss ich einen Fotoblog zu starten, um mich mehr zu motivieren. Mein größter „Meilenstein“ bisher war der Gewinn des Blog Awards. Das hat mich in meinen Ambitionen bestärkt den Blog weiterzuführen und auszubauen.

I/MWW: Besonders Dein Umgang mit anspruchsvollen Themen und Kultur wurden von der Jury gelobt. Wie würdest Du das Erfolgsrezept Deines Blogs beschreiben? Welche Tipps würdest Du Anderen geben, die einen Photoblog anlegen wollen?

Photopraline: Das wichtigste für jeden Blogger ist, ehrlich und authentisch zu sein. Dabei gilt: Blogge weil es dir Freude bereitet, und nicht, um damit berühmt zu werden. Wenn man als Fotoblogger anfängt, sollte man vor Veröffentlichung schon ein paar Blogposts in petto haben und die Social Media Kanäle sinnvoll für sich nutzen (vor allem Instagram).

I/MWW: Die digitale Szene stärker zu vernetzen und verborgenes Potential zu aktivieren, ist für Isarnetz ein wichtiges Anliegen und Ziel der Münchner Webwoche. Für uns gehören Blogger ebenso dazu, wie die kreative und wirtschaftliche Digitalszene Münchens. Welche Stärken hat München in Deinen Augen, wenn es um Digitalwirtschaft geht?

Photopraline: München entwickelt sich im Digitalen immer weiter. Ich sehe das an meinem eigenen Studienfach. An der Ludwig-Maximilians-Universität gibt es jetzt einen eigenen Forschungsbereich, die digitale Kunstgeschichte. In den nächsten Jahren werden alle Bereiche sicherlich digitaler. Die Stärke Münchens sind die Menschen dieser Stadt, sie entwickeln die neuen digitalen und innovativen Strategien.

I/MWW: Blicken wir in die Zukunft: Welche Chancen blickst Du in den nächsten Jahren erwartungsvoll entgegen? Wie könnte das digitale Gesicht von München 2050 aussehen?

Photopraline: Ich könnte mir vorstellen, dass alles noch schneller und Prozesse optimierter ablaufen. Meine persönliche Hoffnung ist ja, dass alle Archive bis 2050 komplett digitalisiert sind und online zugänglich. Das würde für die Forschung einen enormen Fortschritt bedeuten, da dadurch Informationen vernetzt und abrufbar sind.

Vielen Dank für Deine Zeit. Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und Freude mit Deinem Blog und freuen uns darauf, Dich auf der 5. Münchner Webwoche 2016 wiederzusehen.

5 Fragen an Münchens beste Blogs: Martina Fuchs

Auf dem Abendempfang der Münchner Webwoche 2015 wurden Münchens besten Blogger ausgezeichnet. Von unseren Partnern Mucbook und dem Bayerischen Filmzentrum organisiert und durchgeführt, wurden aus 120 Bewerbungen die vier besten Blogs in den Kategorien „Bester Blog allgemein“, „Bester Unternehmensblog“, „Bester Photoblog“ und „Bester Videoblog“ gewählt.

In der Kategorie „Bester Unternehmensblog“ setzte sich Martina Fuchs gegen ihre Konkurrenten durch. Auf ihrem Blog „Smart – statt hart – zum Erfolg“ teilt sie ihre Tipps und Erfahrungen in Marketing und Business. Die Stimmen der Jury konnte sie mit Professionalität, Kreativität und Authentizität gewinnen, die ihre Beiträge auszeichnen.

Als Einstimmung auf die 5. Münchner Webwoche Anfang November 2016 haben wir die Gewinner des Blogawards 2015 interviewt und zu ihren Blogs und Münchens digitaler Zukunft befragt.

Isarnetz/Münchner Webwoche: Martina Fuchs, Dein Blog hat den Isarnetz Blogaward 2015 in der Kategorie „Bester Unternehmensblog“ gewonnen. Wir würden gerne mehr über Dich erfahren. Wie würdest Du Dich beschreiben?

Martina Fuchs: Ich bin begeisterte Online-Entrepreneurin sowie ein digital Marketing-Strategist. Hands-On. Wissens- und Tech-Junkie. Book-Lover. Bayerisch. Herzlich. Humorvoll. Bekennender Britmaniac. Digitaler Freigeist.

I/MWW: Auf Deinem Blog teilst Du Tipps zum Marketing und Deine Businesserfahrungen. Wie hat der Blog angefangen und was waren Deine persönlichen Meilensteine?

Martina Fuchs: Ich habe meinen Blog im Januar 2015 gestartet mit der Intention selbst präsenter zu werden und nicht immer nur meinen Kunden zu mehr Präsenz zu verhelfen. Eines meiner wichtigsten Crédos ist: Walk your Talk – also nicht nur predigen, sondern auch selber leben. Ich wollte selbst sehen, was ein Blog im Bereich Positionierung, Marketing und Sichtbarkeit leisten kann, um auch in diesem Bereich noch besser beraten zu können. Mein wohl wichtigster Meileinstein in 2015 war für mich natürlich nach nur 6 Monaten der Gewinn des Isarnetz Blog Awards. Das hat mich unglaublich gefreut und da bin ich immer noch stolz drauf.

I/MWW: Die Jury hat ihre Wahl mit der Professionalität, Kreativität und Authentizität des Blogs begründet. Wie würdest Du das Erfolgsrezept Deines Blogs beschreiben? Welche Tipps würdest Du an andere Unternehmensblogger weitergeben wollen?

Martina Fuchs: Ich glaube das wichtigste Rezept ist wirklich authentisch zu sein. Mein Blog ist mein virtuelles Schaufenster und meine Visitenkarte. In dem ich schreibe wie ich spreche und arbeite sowie mich als Unternehmerin zeige, erkennen Besucher und Leser gleich, ob wir zusammen passen oder eben nicht. Das ist gut so, denn das spart beiden Seiten Zeit. Der zweite wichtige Faktor ist, dass Du, ob als Unternehmer oder Unternehmen was zu sagen hast und wirklich wertvolle Informationen und Nutzen mit Deinen Lesern teilst. Nur so wirst Du langfristig damit erfolgreich sein. Unternehmensblogs die darin ausschließlich eine Möglichkeit für ein ständiges Werbefeuer sehen, sollten am besten gleich die Finger davon lassen.

I/MWW: Die digitale Szene stärker zu vernetzen und verborgenes Potential zu aktivieren, ist für Isarnetz ein wichtiges Anliegen und Ziel der Münchner Webwoche. Für uns gehören neben der etablierten Digitalwirtschaft auch Startups und Kreative, die das digitale Erscheinungsbild Münchens prägen. Welche Stärken siehst Du in der Münchner Digitalszene?

Martina Fuchs: Das man sich relativ einfach und schnell miteinander vernetzen kann und das die Netzwerke sich gegenseitig unterstützen. Hier wird auf übergreifende Kooperation gesetzt und das finde ich gut. München bietet hier viele Plattformen in die man sich direkt einklinken kann wie z.B. die Digital Media Women, Eure Münchner Web Woche oder auch Netzwerke wie der Münchner Blogger-Stammtisch im Presseclub.

I/MWW: Blicken wir in die Zukunft: Welche Chancen siehst Du in den nächsten Jahren erwartungsvoll entgegen? Wie könnte das digitale Gesicht von München 2050 aussehen?

Martina Fuchs: Ganz ehrlich, ich erwarte das München eine Vorreiterrolle spielt und das nicht nur München, sondern ganz Bayern mit einem exzellenten virtuellen Netz ausgestattet ist und wir überall Highspeed-Zugang for free! haben. Das die digitale Transformation in allen Branchen tiefgreifend stattgefunden hat und sich die virtuelle sowie offline (Business-) Welt nicht mehr ausschließt, sondern perfekt ergänzt und nährt. Und das trotz digitaler Transformation die Datenhoheit bei den Usern liegt – getreu dem Motto: Meine Daten gehören mir.

Vielen Dank für Deine Zeit. Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und Freude mit Deinem Blog und freuen uns darauf, Dich auf der 5. Münchner Webwoche 2016 wiederzusehen.

5 Fragen an Münchens beste Blogs: Das Münchner Kindl

Auf dem Abendempfang der Münchner Webwoche 2015 wurden Münchens besten Blogger ausgezeichnet. Von unseren Partnern Mucbook und dem Bayerischen Filmzentrum organisiert und durchgeführt, wurden aus 120 Bewerbungen die vier besten Blogs in den Kategorien „Bester Blog allgemein“, „Bester Unternehmensblog“, „Bester Photoblog“ und „Bester Videoblog“ gewählt.

Anita, Nina und Sarah gewannen mit ihrem Lifestyle Blog „Das Münchner Kindl“ in der Kategorie „Bester Blog allgemein“. Die Jury zeichnete besonders die Liebe zu jedem Beitrag aus, die bayerische Tradition und Moderne miteinander verbindet.

Als Einstimmung auf die 5. Münchner Webwoche Anfang November 2016 haben wir die Gewinner des Blogawards 2015 interviewt und zu ihren Blogs und Münchens digitaler Zukunft befragt.

Isarnetz/Münchner Webwoche: Liebe Anita, Nina und Sarah, Euer Blog an den Isarnetz Blogaward 2015 in der Kategorie „Bester Blog allgemein“ gewonnen. Wer sind die Personen, die hinter dem „Münchner Kindl“ stehen?

Das Münchner Kindl: Wir drei haben Das Münchner Kindl im Januar 2014 gegründet, weil wir gerne online publizieren wollten. Jede von uns hat einen kulturwissenschaftlichen Hintergrund und wir arbeiten nun alle im Bereich Kommunikation, wodurch sich unsere Arbeit und das Bloggen immer sehr gut ergänzen und gegenseitig voranbringen.

I/MWW: Mit Eurem Blog wollt ihr Tradition mit Moderne verbinden und typisch Bayrisches zeitgemäß aufbereiten. Wie nahm diese Idee ihren Anfang und welche Entwicklungen habt Ihr dabei durchgemacht?

Das Münchner Kindl: Anfangs hatten wir noch keine konkrete Vorstellung davon, dass sich das in diese Richtung entwickeln würde. Wir haben einfach angefangen, über Themen zu schreiben, die uns interessieren und dann kristallisierte sich diese Verbindung von Altem und Neuem bzw. Tradition und Moderne immer mehr heraus – vor allem, weil das die zwei Hauptpunkte sind, die München für uns ausmachen. Das ist etwas, das man auch verstärkt in vielen Bereichen beobachten kann: Junge Modedesigner aus der Stadt arbeiten mit der bayerischen Sprache bzw. Sprüchen, immer mehr Start-ups gründen in München und zum anderen werden alte Traditionen und Bräuche wieder Trend – das ist insgesamt eine sehr spannende Entwicklung. Natürlich finden wir es aber auch wichtig, dass sich Münchner mit ihrer eigenen Stadtgeschichte auseinandersetzen und über sie Bescheid wissen. München hat kulturgeschichtlich unserer Meinung nach eben nicht nur für Touristen Einiges zu bieten.

I/MWW: Mit dem Isarnetz Blogaward ist eine Publikumsabstimmung verbunden, bei der Euch Eure Leser zahlreich unterstützt haben. Was ist in Euren Augen das Erfolgsrezept des „Münchner Kindls“? Welchen Tipp würdet Ihr anderen Bloggern geben?

Das Münchner Kindl: Wir denken, das Erfolgsrezept ist vor allem Neugierde und das in allen Bereichen. So lernt man immer wieder neue Dinge kennen und trifft auf interessante Menschen. Unser Erfolgsrezept ist vielleicht auch, dass wir einen Fokus auf die Menschen legen. Wir sind zum Beispiel kein Modeblog, der täglich ein Auge auf die neuesten Outfits wirft und auch kein Stadtblog, auf dem man täglich erfährt, wo man abends hingehen sollte. Wir wollen keine kurzlebigen Geschichten erzählen, sondern langfristig mehr über die Münchner und unsere Stadt erfahren und diese Erfahrungen mit unseren Lesern teilen.

I/MWW: Die digitale Szene stärker zu vernetzen und verborgenes Potential zu aktivieren, ist für Isarnetz ein wichtiges Anliegen und Ziel der Münchner Webwoche. Für uns gehören Blogger ebenso dazu, wie die kreative und wirtschaftliche Digitalszene Münchens. Welche Stärken hat München in Euren Augen, wenn es um Digitalwirtschaft geht?

Das Münchner Kindl: München ist zumindest gefühlt immer noch ein großes Dorf und macht es einem leicht, Menschen aus der Digitalbranche kennenzulernen. Durch Initiativen wie Isarnetz, den Social Media Club, die Digital Media Women, Social Secrets etc. gibt es hier viele unterschiedliche Möglichkeiten, um sich zu kennenzulernen und zu vernetzen.

I/MWW: Blicken wir in die Zukunft: Welche Chancen seht Ihr in den nächsten Jahren erwartungsvoll entgegen? Wie könnte das digitale Gesicht von München 2050 aussehen?

Das Münchner Kindl: Das digitale Gesicht wird (hoffentlich) aus freiem High-Speed WLAN in der ganzen Stadt bestehen. Wenn die Mietpreise dann hoffentlich irgendwann sinken, werden zudem mehr Start-ups und Kreative sich in unserer Stadt ansiedeln und damit die digitale Wirtschaft Deutschlands von München aus entscheidend prägen. Ein Bürojob wird dann ebenfalls Geschichte sein – wir werden nur noch mobil arbeiten, ob von unterwegs, in Cafés oder von zu Hause aus. Und zu guter Letzt wird das Internet der Dinge alle Bereiche des täglichen Lebens fest im Griff haben.

Vielen Dank für Eure Zeit. Wir wünschen Euch weiterhin viel Erfolg und Freude mit Eurem Blog und freuen uns darauf, Euch auf der 5. Münchner Webwoche 2016 wiederzusehen.

Photo von Franz Glatz

5einhalb Fragen an: Dr. Franz Glatz, Managing Director, Gate Garching und WERK1 München

[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum zugleich sein. Die Interviewreihe unterstützt dieses Ziel, indem sie Persönlichkeiten aus dieser Szene vorstellt.]

Staatsministerin Ilse Aigner hat Dr. Franz Glatz für die 5einhalb Fragen nominiert. Dr. Glatz hält die Keynotes auf dem Abendempfang der Münchner Webwoche. Er steht wesentlich hinter dem Gründerzentrum WERK1, das Startups in der Digitalwirtschaft mit Büroräumen und Vernetzung unterstützt.

MWW: Erzählen Sie uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Sie in München so richtig begeistert hat.

Ein Projekt, das mich seit über 12 Jahren begeistert und das letzte Woche noch einen schnelleren Herzschlag bei mir verursacht hat: metaio GmbH. Als ich sie damals, etwa im Winter 2002 als eines der ersten Unternehmen im gate Garching kennen gelernt habe, ahnte ich bereits, dass das Unternehmen zu Großem bestimmt ist. Und eben diese Ahnung wurde vergangene Woche bestätigt: die Mitarbeiter der metaio GmbH sind inzwischen Angestellte von Apple. Leider erfahren wir seither aber auch nicht mehr darüber.

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

In München schlummert viel – viel Technologie und Professionalität – und selten wird drüber gesprochen, so wie halt auch metaio. Schlummern tut bestimmt in vielen Bereichen der vielgelobte Mittelstand, der so manche Digitalisierungschance noch gar nicht entdeckt hat und in der Zusammenarbeit mit weitsichtigen Startups hier noch viel heben kann.

MWW: Wie kann man aus Ihrer Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

Ganz einfach: do it! Hier zählen Ergebnisse, ohne großes Gerede im Vorfeld. Vielleicht auch hier wieder das Beispiel metaio.

MWW: Welchen Beitrag kann ein Format wie die Münchner Webwoche aus Ihrer Sicht dazu leisten?

Die Münchner Webwoche begleite und beobachte ich schon seit dem ersten Tag. Die ersten Ideen mit Wolf Groß und Thomas Pfeiffer habe ich voll unterstützt. Die Entwicklung eines verbindenden „mia in Minga“ wäre ein hohes Ziel.

MWW: Welche Veranstaltungen planen Sie zur Münchner Webwoche 2015?

Am Freitag findet im WERK1 ein Tagesworkshop mit dem Autor des Buches „The Lean Entrepreneur“ statt. Patrick Vlaskovits habe ich in San Francisco kennengelernt und er wird einen Tag lang Startups erklären und zeigen, wie man Wachstum erzeugt und managt. Alle Teilnehmer erhalten sein Buch natürlich signiert dazu.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würden Sie an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

Nennen will ich eine Persönlichkeit, die uns helfen kann, die Verbindung von Großkonzernen, dem Mittelstand und den Startups herzustellen. Keine Person hat so viel Kontakte, kennt so viele Unternehmen und lebt zu dem in München wie Prof. Dr. H. Henzler. Ich freue mich auf seine Antworten.

MWW: Vielen lieben Dank!

Staatsministerin Ilse Aigner

5einhalb Fragen an: Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum zugleich sein. Die Interviewreihe unterstützt dieses Ziel, indem sie Persönlichkeiten aus dieser Szene vorstellt.]

Dr. Wieland Holfelder vom Google Entwicklungszentrum München hat Ilse Aigner für die 5einhalb Fragen nominiert. Die Staatsministerin ist Schirmherrin der Münchner Webwoche 2015.

MWW: Erzählen Sie uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Sie in München so richtig begeistert hat.

Aigner: Richtig begeistert hat mich die Gründerkonferenz „Bits & Pretzels“. Ein Team aus drei Organisatoren hat innerhalb von zwei Jahren eine riesen Veranstaltung zur Stärkung der bayerischen Startup-Szene aufgezogen. Im Januar 2015 waren ca. 1.700 Teilnehmer aus der bayerischen, nationalen und internationalen Start-up Szene vertreten. Das war wirklich beeindruckend. Für den Folgetermin, der während und teilweise auf dem Oktoberfest 2015 stattfindet, wird mit 3.000 Teilnehmern gerechnet.

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

Aigner: Das Münchner wie das bayerische Potential sind groß. Was sich aus dem Zusammenspiel von IT-Industrie, klassischer Industrie, Wissenschaft und Start-Ups insgesamt entwickelt hat und entwickeln wird, ist den Leuten noch zu wenig bekannt. Man findet bei uns immer die richtigen Partner für ein neues Geschäftsmodell der digitalen Wirtschaft. Ich teile hier die Ansicht von Wieland Holfelder: Hier wird richtiges Business gemacht, aber zu wenig darüber geredet.

MWW: Wie kann man aus Ihrer Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

Aigner: Mit dem WERK1.Bayern haben wir bereits einen Anlaufpunkt für die digitale Gründerszene in München. Jetzt bauen wir das WERK1 zu einem Zentrum für Internet und digitale Medien von internationalem Rang aus, damit es als Blaupause für weitere Zentren für digitale Gründer in den anderen Regierungsbezirken dienen kann.

MWW: Welchen Beitrag kann ein Format wie die Münchner Webwoche aus Ihrer Sicht dazu leisten?

Aigner: Wichtig ist, dass wir mehr über die Chancen und Potentiale der Digitalisierung der Wirtschaft reden und die Vernetzung aktiv gestalten. Genau das müssen wir vermehrt tun. Die Webwoche setzt genau hier an und schafft so gute Voraussetzungen für neue Produkte und innovative Geschäftsmodelle.

MWW: Welche Veranstaltungen planen Sie zur Münchner Webwoche 2015?

Aigner: Ich habe die Schirmherrschaft übernommen und werde verfolgen, was sich an diesen Tagen in München abspielt.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würden Sie an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

Aigner: Wir haben so viel engagierte Akteure, die sich mit Herzblut engagieren. Da fällt die Auswahl schwer. Mich würden aber sehr die Antworten von Dr. Franz Glatz vom WERK1 interessieren.

 MWW: Vielen lieben Dank!

5einhalb Fragen an: Dr. Wieland Holfelder, Leiter des Google Entwicklungszentrums in München

[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum zugleich sein. Die Interviewreihe unterstützt dieses Ziel, indem sie Persönlichkeiten aus dieser Szene vorstellt.]

Google unterstützt die Münchner Webwoche 2015 als Bronze-Sponsor und steuert daneben eine eigene Veranstaltung bei. Dr. Wieland Holfelder ist seit 2008 bei Google Germany GmbH als Leiter des Google Entwicklungszentrums in München mit momentan etwa 200 Entwicklern tätig. Vor Google war Dr. Holfelder für Mercedes-Benz Research and Technology North America, Inc. in Silicon Valley tätig, zuletzt als Vice President und Chief Technical Officer.

MWW: Erzählen Sie uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Sie in München so richtig begeistert hat.

WH: Ganz klar das Projekt M-WLAN. Die Idee dahinter ist einfach klasse. Jedem Münchner und Besuchern kostenloses und frei zugängliches Internet zu Verfügung zu stellen, ist der nächste Schritt in der Digitalisierung. So kann man einfach auf Informationen zugreifen, übrigens ja auch das Ziel von Google: Informationen für alle zu jeder Zeit zugänglich zu machen. Idealerweise sollte das Projekt aber noch erweitert werden, um nicht nur an wenigen zentralen Orten, sondern beispielsweise auch in U- und S-Bahnen genutzt werden zu können.

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

WH: Wenn es um Vernetzung und Digitalisierung in Deutschland geht, wird hauptsächlich über Berlin gesprochen. Aber auch hier in München passiert sehr viel! Die Initiative “Bayern Digital 3.0” zum Beispiel setzt hier die richtigen Impulse, und zeigt, dass es auch der hiesigen Politik ernst damit ist, Bayern und München zur digitalsten Region in Deutschland zu machen. Mit den Investitionen in den Breitbandausbau oder auch der Förderung von digitalen Projekten wird hier die richtige Grundlage geschaffen, davon können Unternehmen und Startups profitieren und darauf weiter aufbauen.

MWW: Wie kann man aus Ihrer Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

WH: Ich denke, man könnte hier zunächst mal ruhig etwas selbstbewusster auftreten, frei nach dem Motto: “tue Gutes – und sprich darüber”! Es gibt so viele positive Aktivitäten im Bereich Entrepreneurship, gerade im digitalen Bereich. Aber: es wird sehr wenig darüber in der lokalen Presse berichtet, daher fehlt die Strahlkraft dieser Aktivitäten. Warum gibt es in den Zeitungen keine feste Seite für die Münchner Szene der Digital- und Kreativwirtschaft oder auch allgemein zu Entrepreneurship? Es gibt unendlich viele Erfolgsgeschichten, die müssen aber auch erzählt werden.

MWW: Welchen Beitrag kann ein Format wie die Münchner Webwoche aus Ihrer Sicht dazu leisten?

WH: Die Webwoche bringt viele einzelne und zum Teil sehr unterschiedliche Akteure an einen Ort zusammen. Das fördert den Austausch der digitalen Szene und erhöht außerdem deren Sichtbarkeit. Das kann gerade Einzelnen Mut machen, sich in diesen Bereichen weiterzubilden oder selbst als Entrepreneur aktiv zu werden.

MWW: Welche Veranstaltungen planen Sie zur Münchner Webwoche 2015?

WH: Wir veranstalten einen Startup Roundtable bei uns im Münchner Google Entwicklungsbüro. Hier bringen wir Münchner Startups an einen Tisch mit Googlern, die teilweise auch bereits selbst erfolgreich gegründet haben, sowie Experten für Startup-relevante Themen sind. So bieten wir die Möglichkeit zum direkten Austausch und zur Diskussion über die Herausforderungen für Startups im digitalen Umfeld oder über die Unterstützung junger Technologie-Unternehmen.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würden Sie an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

WH: Mich würden die Antworten von Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie sehr interessieren. Oder auch von Andreas Bechtholsheim, der zwar kein Münchner ist, aber immerhin in Bayern am Ammersee geboren wurde. Bechtholsheim war übrigens derjenige, der Larry Page und Sergey Brin ihren ersten Scheck ausgestellt hat. Damit wurde 1998 die Google Inc. gegründet. So einen Scheck würde wohl jeder gerne mal unterschreiben.

MWW: Vielen lieben Dank!

5einhalb Fragen an: Eva Puckner, Referat für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München

[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum zugleich sein. Die Interviewreihe unterstützt dieses Ziel, indem sie Persönlichkeiten aus dieser Szene vorstellt.]

Mit Eva Puckner hat die Münchner Webwoche eine starke Fürsprecherin im Referat für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München. Die Zusammenarbeit zwischen Isarnetz und der Stadt besteht schon von der ersten Stunde des Isarnetzes und auch dieses Jahr wird der Isarnetz-Abendempfang am 17.6. wieder im Alten Rathaus stattfinden.

MWW: Erzählen Sie uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Sie in München so richtig begeistert hat.

EP: Aus Sicht der Landeshauptstadt München möchte ich hier die WLAN Hotspots in München nennen. Im Rahmen des Projektes M-WLAN strebt die Stadt zusammen mit den Stadtwerken München einen kostenlosen Internet-Service an und stattet dementsprechend wichtige Plätze in München mit WiFi Hotspots aus. Wer sich in das drahtlose Netz einwählen möchte, muss lediglich die Nutzungsbedingungen akzeptieren und kann dann gratis ohne Registrierung das Internet nutzen.

Kostenlos im Internet surfen in München ist auf dem Marienplatz , am Odeonsplatz, dem Sendlinger Tor und am Karlsplatz Stachus schon länger der Fall. Nun sind folgende Standorte hinzugekommen: Marienhof, Orleansplatz, Lehel, Harras, Münchner Freiheit, Wettersteinplatz, Giesing, Rotkreuzplatz, Neuperlach Zentrum und Deutsches Museum.

Darüber hinaus gibt es selbstverständlich weitere Anbieter von öffentlichen drahtlosen Netzwerken, zum Beispiel zahlreiche Münchner Restaurants und Cafés.

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

EP: Eine Studie der Europäischen Kommission, die 2014 veröffentlicht wurde, zeichnet München als besten Informations- und Kommunikationsstandort Europas vor London und Paris aus. Zentrale Merkmale sind die hervorragende Forschungs- und Entwicklungslandschaft, die Innovationskraft und die Leistungsfähigkeit der ansässigen Unternehmen. Ich vertraue bei diesen Voraussetzungen voll auf die Kräfte des Marktes und bin zuversichtlich, dass München auch bei der Digitalisierung eine Vorreiterrolle einnehmen wird. Der Standort ist also bestens auf die zweite und dritte Digitalisierungswelle vorbereitet. Die starken Münchner Branchen wie z.B. Automotive, Finanzdienstleistungen oder Luft- und Raumfahrt treffen mit ihrer dringenden Nachfrage nach Digitalisierungsdienstleistungen auf innovative, kompetente Anbieter vor Ort.

MWW: Wie kann man aus Ihrer Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

EP: Insbesondere von Seiten der jungen, digitalen Unternehmen besteht eine hohe Nachfrage nach Beratungsangeboten in den Bereichen Förderung, Wissenstransfer und nach Networking. Die existierende ausdifferenzierte, breite Beratungslandschaft in München wird deshalb zur Zeit stetig ausgebaut und aufeinander abgestimmt.

Gleichzeitig hat München jedoch auch die Infrastruktur der Digitalisierung fest im Blick: So sind der weitere Ausbau des Glasfasernetzes durch die Stadtwerke München sowie die Ertüchtigung des schnellen Internets im Innenstadtbereich durch die Telekom wichtige Schritte, welche die Zukunft der erfolgreichen Digitalisierung ermöglichen und gewährleisten.

MWW: Die Stadt München unterstützt die Münchner Webwoche seit ihrem Beginn im Jahr 2012. Was hat Sie von diesem Format überzeugt?

EP: Die Organisatoren der Münchner Webwoche, das Isarnetz, zeichnen sich durch Lebendigkeit, Innovation und Kreativität aus. Die zahlreichen Teilnehmer und Veranstaltungen im Rahmen der Webwoche kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen der digitalen Unternehmerschaft. Die Webwoche gibt der Münchner digitalen Szene so ein sympathisches Gesicht, das zum Mitmachen einlädt und das eine breit aufgestellte  Community von IT-Unternehmen, Bloggern, Marketingexperten, Webdesignener etc. erreicht.

MWW: Welche Veranstaltungen plant die Stadt München zur Webwoche 2015?

EP: Die zentrale Abendveranstaltung der Münchner Webwoche wird wieder im großen Saal des alten Rathauses am Marienplatz stattfinden. Dies ist eine nette Gelegenheit für alle Teilnehmer, sich sozusagen „im Wohnzimmer“ der Stadt zu treffen und sich auszutauschen. Im Mittelpunkt stehen dabei keine technischen Fragestellungen und unternehmerischen Digitalstrategien, sondern es geht um den persönlichen Austausch auf Augenhöhe zwischen IT-Unternehmern, Bloggern, Techies, Social-Media-Experten etc., etc.

Die entsprechenden Veranstaltungen in den vergangenen Jahren waren bestens besucht, haben Spaß gemacht und haben die Vernetzung der Szene auf angenehme Weise intensiviert.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würden Sie an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

EP: Wolfgang Glock, Leiter des Projektes E-Government der Landeshauptstadt München.

 MWW: Vielen lieben Dank!

5einhalb Fragen an: Christian Henne, Münchner Unternehmer und Mitgründer des MUNICH DIGITAL INSTITUTE

[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum zugleich sein. Die Interviewreihe unterstützt dieses Ziel, indem sie Persönlichkeiten aus dieser Szene vorstellt.]

Seine Brötchen verdient Christian Henne mit seiner Strategieberatung HenneDigital. Er arbeitete bereits intern und extern für Unternehmen wie Procter & Gamble, Nike, Bayer, Philips, neu.de. Er ist passionierter Rad- und Skifahrer, verheiratet, Vater zweiter Söhne und liebt neben seiner Familie gute Rotweine.

MWW: Erzählen Sie uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Sie in München so richtig begeistert hat. 

CH: Ich habe großen Respekt davor, was die Organisatoren von Bits & Pretzels in einer so kurzen Zeit auf die Beine gestellt haben. Es zeigt sich, dass man mit Überzeugung und sehr viel Power im digitalen Umfeld sehr schnell zu etwas kommen kann. Und es beweist, wie groß das Interesse an Digitalisierungsthemen aus allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen ist. Daraus kann man als Unternehmen wie als Stadt seine Schlüsse ziehen.

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

CH: München glänzt mit mehreren Standortfaktoren, weshalb Digitalisierung nicht so dominant ist wie beispielsweise in Berlin. Es gibt aber sehr viele Initiativen. Für Unternehmen wie Institutionen ist eine klare Einordnung des Standorts bezüglich seiner digitalen Zukunftsfähigkeit für meine Begriffe aber sehr wichtig. Ich möchte noch nicht zu viel verraten, aber das MUNICH DIGITAL INSTITUTE wird sich dieses Themas annehmen.  Es laufen bereits Gespräche mit der IHK und der Stadt München.

MWW: Wie kann man aus Ihrer Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

CH: Ein Standort lebt von den Initiativen und Impulsen derer, die sich an ihm aufhalten – ob nun privat, politisch oder geschäftlich. Es ist für meine Begriffe Aufgabe von Stadt und Land, Rahmenbedingungen zu schaffen, die digitalen Fortschritt ermöglichen. Dazu gehören für mich in erster Linie Themen wie Infrastruktur, E-Government und speziell in München die Immobiliensituation. Wir leben hier am attraktivsten Standort des Landes, einem der attraktivsten in Europa – von der Umgebung bis hin zur Kapitalsituation. Die Politik muss aber erkennen, dass Digitalisierung ein ganz entscheidendes Kriterium ist. In Zukunftsthemen muss man letztlich investieren.

MWW: Welchen Beitrag kann ein Format wie die Münchner Webwoche aus Ihrer Sicht dazu leisten?

CH: Zunächst einmal halte ich es für sinnvoll, Veranstaltungen auch zeitlich zu bündeln. Das schafft Aufmerksamkeit. In anderen Städten passiert das ja auch. Für mich müsste die Webwoche vor allem eine Plattform sein, mit Unternehmen der Region in Kontakt zu kommen, um hier auch Mittel für Digitalprojekte zu generieren. Unternehmen suchen nach Ideen und Impulsen, viele Digital-Begeisterte suchen nach Kapital. Daraus kann sich etwas ergeben.

MWW: Welche Veranstaltungen planen Sie zur Webwoche 2015?

CH: Das MUNICH DIGITAL INSTITUTE wird am Montag, den 15. Juni, die BEEF4 BRANDS, eine Ein-Tages-Konferenz zu digitaler Markenkommunikation veranstalten. Wir haben mit McDonalds, Sky und Sixt allein drei Unternehmen direkt aus dem Raum München als aktive Partner. Dazu kommen Deutsche Bahn, GLOSSYBOX und GLS Bank. Dort werden wir auch eine Studie zum Thema vorstellen, die für alle Teilnehmer kostenfrei ist. Für Teilnehmer der Webwoche bieten wir vergünstigte Tickets an.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würden Sie an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

CH: Von derjenigen, die am ehesten bereit ist, in Digitalinitiativen zu investieren.

MWW: Vielen lieben Dank!

5einhalb Fragen an: Bernhard Kux, IHK für München und Oberbayern

[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum zugleich sein. Die Interviewreihe unterstützt dieses Ziel, indem sie Persönlichkeiten aus dieser Szene vorstellt.]

Bernhard Kux unterstützt die Münchner Webwoche von Beginn an. Zum Beispiel öffnete er uns die eine oder andere Kontaktüre und ermöglichte uns ein fantastisches Isarcamp sowie einen glamourösen Abendempfang in den Räumlichkeiten der IHK Akademie im Rahmen der Münchner Webwoche 2014.

MWW: Erzählen Sie uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Sie in München so richtig begeistert hat.

BK: Mich begeistern aktuell besonders zwei Beobachtungen: Einerseits ist die Webszene in München viel internationaler und bunter als ich bisher dachte. Konkret habe ich das bei diversen Meetups und ähnlich gelagerten Veranstaltungen erfahren, bei denen Englisch die Standardsprache ist und die Teilnehmer sehr international sind.

Andererseits finde ich interessant, dass immer mehr Einkaufs-Automaten entstehen, an denen man rund um die Uhr Dinge des täglichen Gebrauchs kaufen kann. Wie zum Beispiel Grillwürste am Metzgerei-Automat Franz24 oder die „gekühlte Packkstation“ von emmasbox.de. Das zeigt auch, wie weit man den Begriff „Digitales“ fassen kann.

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

BK: München hat viele tolle Unternehmen in unterschiedlichsten Branchen. Alle aber betrifft die Digitalisierung – die einen schon heute, die anderen Morgen. Hinzu kommt eine Vielzahl von Forschungseinrichtungen. Wenn man hier gemeinsam noch weiter über seinen Tellerrand blickt, kann man voneinander lernen – was an anderen Orten mit weniger vielfältigen Branchen so nicht möglich ist.

MWW: Wie kann man aus Ihrer Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

BK: Eine Initiative wie die Münchner Webwoche kann dazu beitragen. Indem sie Menschen zusammenbringt. Denn ich finde, Lebendigkeit drückt sich auch im digitalen Zeitalter dadurch aus, dass sich Menschen treffen und miteinander reden. Der digitale Wandel wirkt auf Gesellschaft und Wirtschaft so unterschiedlich und löst bekannte Muster auf. Damit sich neue stabile Strukturen entwickeln können müssen sich neue Netze herausbilden.

Das stößt in der Praxis mitunter auf ganz konkrete Hürden: Wenn sich zum Beispiel 20 digitale Enthusiasten ‎zu einem Meetup treffen wollen ist die höchste Hürde, einen passenden Raum zu finden. Wie wäre es, wenn es in München eine Art „Digitales Wirtshaus“ gäbe? Als der Anlaufpunkt der Münchner Digitalszene.

MWW: Die IHK für München und Oberbayern unterstützt die Münchner Webwoche seit ihrem Beginn im Jahr 2012. Was hat Sie von diesem Format überzeugt?

BK: Zum Jahrtausendwechsel war ich im FIWM, dem „Förderkreis Internetwirtschaft München“ aktiv. Mit dem Platzen der Dotcom-Blase verschwand der FIWM und damit eine Art Dach der Münchner Internetwirtschaft. In den einzelnen Branchen entwickelten sich viele separate Themennetzwerke. Was aber fehlte ist eine Klammer, die versucht die Experten aus Ihren Fachzirkeln zu holen und mit anderen Zirkeln zu vernetzen. Und genau da setzt die sehr gute Idee von Isarnetz und der Münchner Webwoche an, die die IHK sehr gerne unterstützt.

MWW: Welche Veranstaltungen plant die IHK für München und Oberbayern zur Webwoche 2015?

BK: Am Montag den 15. Juni 2015 ist eine größere Veranstaltung geplant, die noch nicht spruchreif ist. Zudem soll eine Ausgabe der Veranstaltungsreihe netzblicke (www.netzblicke.net) am Donnerstag stattfinden, wobei das genaue Thema noch nicht feststeht. Daneben bieten meine Kollegen aus der IHK-Weiterbildung diverse Weiterbildungsseminare zu Webthemen an.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würden Sie an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

BK: Markus Sauerhammer

MWW: Vielen lieben Dank!