5einhalb Fragen an: Christian Henne, Münchner Unternehmer und Mitgründer des MUNICH DIGITAL INSTITUTE

[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum zugleich sein. Die Interviewreihe unterstützt dieses Ziel, indem sie Persönlichkeiten aus dieser Szene vorstellt.]

Seine Brötchen verdient Christian Henne mit seiner Strategieberatung HenneDigital. Er arbeitete bereits intern und extern für Unternehmen wie Procter & Gamble, Nike, Bayer, Philips, neu.de. Er ist passionierter Rad- und Skifahrer, verheiratet, Vater zweiter Söhne und liebt neben seiner Familie gute Rotweine.

MWW: Erzählen Sie uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Sie in München so richtig begeistert hat. 

CH: Ich habe großen Respekt davor, was die Organisatoren von Bits & Pretzels in einer so kurzen Zeit auf die Beine gestellt haben. Es zeigt sich, dass man mit Überzeugung und sehr viel Power im digitalen Umfeld sehr schnell zu etwas kommen kann. Und es beweist, wie groß das Interesse an Digitalisierungsthemen aus allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen ist. Daraus kann man als Unternehmen wie als Stadt seine Schlüsse ziehen.

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

CH: München glänzt mit mehreren Standortfaktoren, weshalb Digitalisierung nicht so dominant ist wie beispielsweise in Berlin. Es gibt aber sehr viele Initiativen. Für Unternehmen wie Institutionen ist eine klare Einordnung des Standorts bezüglich seiner digitalen Zukunftsfähigkeit für meine Begriffe aber sehr wichtig. Ich möchte noch nicht zu viel verraten, aber das MUNICH DIGITAL INSTITUTE wird sich dieses Themas annehmen.  Es laufen bereits Gespräche mit der IHK und der Stadt München.

MWW: Wie kann man aus Ihrer Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

CH: Ein Standort lebt von den Initiativen und Impulsen derer, die sich an ihm aufhalten – ob nun privat, politisch oder geschäftlich. Es ist für meine Begriffe Aufgabe von Stadt und Land, Rahmenbedingungen zu schaffen, die digitalen Fortschritt ermöglichen. Dazu gehören für mich in erster Linie Themen wie Infrastruktur, E-Government und speziell in München die Immobiliensituation. Wir leben hier am attraktivsten Standort des Landes, einem der attraktivsten in Europa – von der Umgebung bis hin zur Kapitalsituation. Die Politik muss aber erkennen, dass Digitalisierung ein ganz entscheidendes Kriterium ist. In Zukunftsthemen muss man letztlich investieren.

MWW: Welchen Beitrag kann ein Format wie die Münchner Webwoche aus Ihrer Sicht dazu leisten?

CH: Zunächst einmal halte ich es für sinnvoll, Veranstaltungen auch zeitlich zu bündeln. Das schafft Aufmerksamkeit. In anderen Städten passiert das ja auch. Für mich müsste die Webwoche vor allem eine Plattform sein, mit Unternehmen der Region in Kontakt zu kommen, um hier auch Mittel für Digitalprojekte zu generieren. Unternehmen suchen nach Ideen und Impulsen, viele Digital-Begeisterte suchen nach Kapital. Daraus kann sich etwas ergeben.

MWW: Welche Veranstaltungen planen Sie zur Webwoche 2015?

CH: Das MUNICH DIGITAL INSTITUTE wird am Montag, den 15. Juni, die BEEF4 BRANDS, eine Ein-Tages-Konferenz zu digitaler Markenkommunikation veranstalten. Wir haben mit McDonalds, Sky und Sixt allein drei Unternehmen direkt aus dem Raum München als aktive Partner. Dazu kommen Deutsche Bahn, GLOSSYBOX und GLS Bank. Dort werden wir auch eine Studie zum Thema vorstellen, die für alle Teilnehmer kostenfrei ist. Für Teilnehmer der Webwoche bieten wir vergünstigte Tickets an.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würden Sie an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

CH: Von derjenigen, die am ehesten bereit ist, in Digitalinitiativen zu investieren.

MWW: Vielen lieben Dank!

5einhalb Fragen an: Bernhard Kux, IHK für München und Oberbayern

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Bernhard Kux unterstützt die Münchner Webwoche von Beginn an. Zum Beispiel öffnete er uns die eine oder andere Kontaktüre und ermöglichte uns ein fantastisches Isarcamp sowie einen glamourösen Abendempfang in den Räumlichkeiten der IHK Akademie im Rahmen der Münchner Webwoche 2014.

MWW: Erzählen Sie uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Sie in München so richtig begeistert hat.

BK: Mich begeistern aktuell besonders zwei Beobachtungen: Einerseits ist die Webszene in München viel internationaler und bunter als ich bisher dachte. Konkret habe ich das bei diversen Meetups und ähnlich gelagerten Veranstaltungen erfahren, bei denen Englisch die Standardsprache ist und die Teilnehmer sehr international sind.

Andererseits finde ich interessant, dass immer mehr Einkaufs-Automaten entstehen, an denen man rund um die Uhr Dinge des täglichen Gebrauchs kaufen kann. Wie zum Beispiel Grillwürste am Metzgerei-Automat Franz24 oder die „gekühlte Packkstation“ von emmasbox.de. Das zeigt auch, wie weit man den Begriff „Digitales“ fassen kann.

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

BK: München hat viele tolle Unternehmen in unterschiedlichsten Branchen. Alle aber betrifft die Digitalisierung – die einen schon heute, die anderen Morgen. Hinzu kommt eine Vielzahl von Forschungseinrichtungen. Wenn man hier gemeinsam noch weiter über seinen Tellerrand blickt, kann man voneinander lernen – was an anderen Orten mit weniger vielfältigen Branchen so nicht möglich ist.

MWW: Wie kann man aus Ihrer Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

BK: Eine Initiative wie die Münchner Webwoche kann dazu beitragen. Indem sie Menschen zusammenbringt. Denn ich finde, Lebendigkeit drückt sich auch im digitalen Zeitalter dadurch aus, dass sich Menschen treffen und miteinander reden. Der digitale Wandel wirkt auf Gesellschaft und Wirtschaft so unterschiedlich und löst bekannte Muster auf. Damit sich neue stabile Strukturen entwickeln können müssen sich neue Netze herausbilden.

Das stößt in der Praxis mitunter auf ganz konkrete Hürden: Wenn sich zum Beispiel 20 digitale Enthusiasten ‎zu einem Meetup treffen wollen ist die höchste Hürde, einen passenden Raum zu finden. Wie wäre es, wenn es in München eine Art „Digitales Wirtshaus“ gäbe? Als der Anlaufpunkt der Münchner Digitalszene.

MWW: Die IHK für München und Oberbayern unterstützt die Münchner Webwoche seit ihrem Beginn im Jahr 2012. Was hat Sie von diesem Format überzeugt?

BK: Zum Jahrtausendwechsel war ich im FIWM, dem „Förderkreis Internetwirtschaft München“ aktiv. Mit dem Platzen der Dotcom-Blase verschwand der FIWM und damit eine Art Dach der Münchner Internetwirtschaft. In den einzelnen Branchen entwickelten sich viele separate Themennetzwerke. Was aber fehlte ist eine Klammer, die versucht die Experten aus Ihren Fachzirkeln zu holen und mit anderen Zirkeln zu vernetzen. Und genau da setzt die sehr gute Idee von Isarnetz und der Münchner Webwoche an, die die IHK sehr gerne unterstützt.

MWW: Welche Veranstaltungen plant die IHK für München und Oberbayern zur Webwoche 2015?

BK: Am Montag den 15. Juni 2015 ist eine größere Veranstaltung geplant, die noch nicht spruchreif ist. Zudem soll eine Ausgabe der Veranstaltungsreihe netzblicke (www.netzblicke.net) am Donnerstag stattfinden, wobei das genaue Thema noch nicht feststeht. Daneben bieten meine Kollegen aus der IHK-Weiterbildung diverse Weiterbildungsseminare zu Webthemen an.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würden Sie an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

BK: Markus Sauerhammer

MWW: Vielen lieben Dank!