Interview mit COOK and CODE: Bekommt München ein Programmier-Café?

In manchen Ländern ist Programmierung bereits fester Bestandteil des Grundschulunterrichts, zum Beispiel in Großbritannien. Auch die alterwürdige BBC hat vor kurzem erst wieder von sich reden gemacht, als sie den micro:bit vorgestellt hat: Einen Mini-Computer, den jedes Kind ab sieben Jahre kostenlos erhalten soll, um sich noch mehr mit dem Thema auseinandersetzen zu können.

Hierzulande wird es noch ein wenig dauern, bis die Rahmenbedingungen den Notwendigkeiten der Digitalisierung angepasst sind. Umso besser, dass es private Initiativen wie COOK and CODE gibt!

Gründer Alexander Hoffmann bietet schon heute Lern-Events an, bei denen etwas für Kopf und Bauch getan wird. Nun hat er es sich zum Ziel gesetzt, das erste Programmier-Café Münchens zu eröffnen, die Crowdfunding-Kampagne läuft gerade. Wir haben Alexander sowohl auf der Year of the Monkey als auch auf der Direttissima getroffen und ihm danach diese Fragen gestellt:

Cook&Code - Alex

MWW: Was macht Ihr bei Cook and Code heute schon so? Wir groß ist das Team, wie seid Ihr organisert?

COOK and CODE bin hauptsächlich ich. Die Anzahl der Mentoren und Kursleiter steigt aber sehr schnell. Aktuell besteht das Team bereits aus 18 weiteren Mitgliedern.

MWW: Was habt Ihr vor, was sind Eure Pläne für 2016 und darüber hinaus?

Zum einen das Konzept COOK and CODE in München festigen, d.h. 150 Events veranstalten und damit 1.800 Personen für die Programmierung begeistern bzw. Berührungsängste abbauen.

Ein weiteres Ziel ist Münchens erstes Programmier-Café zu gründen. Viele Leute trauen sich nicht an die Programmierung, da sie vom Online-Angebot überfordert sind. Wir wollen mit dem Programmier-Café einen Leuchtturm der Programmier-Hilfe schaffen, bei Fragen immer mit Rat und Tat zur Seite stehen, Berührungsängste abbauen und Appetit auf mehr machen. In angenehmer Atmosphäre und mit netten Leuten. Wenn das Konzept sich in München bewährt hat, werden wir es auch in anderen Städten etablieren. Es gab bereits Anfragen aus Tel Aviv, Berlin, Köln, Hamburg, usw.

Wir bieten unser Kurs-Know-How natürlich auch an Firmen, die ihre Mitarbeiter die Grundlagen der Programmierung vermitteln wollen. Entweder in Form von Schulungen mit einem besonderen Event-Charakter, als Teambuilding oder als Incentive.

MWW: Was kann ein Teilnehmer bei Euch während eines Wortshops lernen?

Wir bieten unterschiedliche Formate an. Aktuell konzentrieren wir uns auf die Bereiche: Frontend-, Backend- und Mobile-Entwicklung. Wir starten mit dem Design einer Website und gehen über die Datenbank-Architektur zur Entwicklung einer App.

MWW: Wenn Ihr jemanden für Programmierung begeistert habt – wo kann der- oder diejenige dann weitermachen?

Bis jetzt war es dem Kursteilnehmer selbst überlassen, wie er weitermacht. Z. B. vermitteln wir besonders engagierten Kursteilnehmern auch Projekte, an denen sie ihr Wissen in der Praxis anwenden können. Aktuell sind wir auf der Suche nach Firmen, die sich vorstellen können mit uns zu kooperieren: z. B.  geben sie uns die Anforderungen, die sie an potenzielle Mitarbeiter haben und wir kümmern uns um die Ausbildung. In Form eines Stipendiums oder Ähnlichem.

MWW: Warum haltet Ihr München für einen guten Standort für das erste Programmier-Café Deutschlands?

München ist die IT-Hauptstadt Deutschlands. Gerade hier sollten die Menschen die Berührungsangst vor der Programmierung verlieren.

MWW: Lieber Alex, vielen Dank für das Gespräch und ganz viel Erfolg!

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