5 Fragen an Münchens beste Blogs: Madame Cuisine

Madame Cuisine - Münchnens bester Food Blog

Mit viel Liebe begann Sonja Stötzel im November 2013 den Food Blog „Madame Cuisinie“. Zahlreiche Rezepte, kulinarische Ausflugstipps und Vorstellungen bilden seitdem die Grundlage für eine bunte und informative Vielfalt rund ums Essen.

Die Bloggerin wurde auf dem Abendempfang der der Münchner Webwoche 2016 als eine von Münchens besten Bloggerinnen in der Kategorie „Bester Food Blog“ ausgezeichnet. Von unserem Partner Mucbook organisiert und durchgeführt, wurden aus über 200 Bewerbungen die neun besten Blogs in den Kategorien Corporate, Sport, Mode, Kultur, Food, Familie, Video, Reise, München und Publikum prämiiert.

Wir haben die Bloggerin interviewt, um mehr über ihren Blog und ihre Einschätzung der Münchner Digitalszene zu erfahren.

MWW: Hallo Sonja, dein Blog konnte sich als „Bester Food Blog“ durchsetzen. Wer steckt hinter den Rezepten? Kannst du dich kurz vorstellen?

SONJA: Hinter den Rezepten stecke in der Regel ich, die Madame: die 40 knapp überschritten, Mama von zwei reizenden und sehr willensstarken Töchtern, im echten Leben Physiotherapeutin, leidenschaftliche Hobbyköchin und Bäckerin!

MWW: Dein Blog erreicht mittlerweile viele Leser. Wie bist du zum Bloggen gekommen und warum ein Food Blog? Was sind deine persönlichen Meilensteine?

SONJA: Zum Bloggen gekommen bin ich vor etwa 3 ½ Jahren. Eine Freundin und ich saßen gemeinsam mit einer Flasche Wein bei einem Brainstorming beisammen. Wir waren beide nicht unzufrieden, aber irgendetwas fehlte in unserem Leben. Irgendwann sagte die Freundin: „Mensch, Sonja! Egal wie viel Stress du um die Ohren hast, du hast irgendwie immer Zeit zu kochen! Schreib doch einen Blog!” Ich machte mich schlau – was genau ist denn überhaupt ein Blog? – und legte kurze Zeit später los.

Zu den persönlichen Meilensteinen gehört sicherlich der Gewinn des Isarnetz Blog Awards 2016 in der Kategorie „Food”, sowie ein kurzer Artikel in der Süddeutschen Zeitung und das gemeinsame Kochen mit einem Team vom BR!

MWW: Mit deiner hohen Vielfalt und hochwertigen Beiträgen konntest du dich von den Mitbewerbern abheben. Was macht deiner Meinung nach einen Blog erfolgreich?

SONJA: Ich bin fest davon überzeugt, dass die Leser merken, wenn Leidenschaft hinter der Sache steckt! Gepaart mit einer guten Portion Ausdauer und Geduld, stellt sich dann auch ganz bestimmt der Erfolg ein.

MWW: Die Münchner Webwoche und das Isarnetz wollen Münchens digitale Szene stärker untereinander vernetzen. Dazu gehören unserer Meinung nach Blogger genauso wie Unternehmen, Netzwerke oder kreative Solopreneure. Wie schätzt du die Bedeutung von Blogs innerhalb der Münchner Digital-Community ein, und welche Stärken siehst du als Bloggerin darin?

SONJA: Tatsächlich haben wir in München eine immens große Vielfalt an Technologie-Unternehmen, auch im B2C Segment. Ich würde mir wünschen, dass die Vernetzung noch deutlich intensiviert wird – und dass vor allem die Unternehmen noch etwas mutiger werden, in Bezug auf den Austausch und ihren Willen zur Kooperation. Mit etwas mehr Investitionsbereitschaft und Mut zum Risiko können die Unternehmen eine Welle lostreten, die den Digitalstandort München ganz nach vorne bringen können.

In diesem Zusammenhang würde ich mir wünschen, dass die Arbeit der unzähligen Blogger und auch der engagierten Netzwerke noch etwas mehr honoriert wird. Gleichzeitig sind natürlich die Blogger und Netzwerke gefragt, ihr Profil weiter zu schärfen und ihren Wert für die digitale Szene noch stärker herauszuarbeiten.

MWW: Blicken wir in die Zukunft: Wie sieht das digitale Gesicht Münchens im Jahr 2047 aus? Welchen Wunsch hast du für das digitale München in 30 Jahren?

SONJA: Ich würde mich freuen, wenn die Digitalisierung alle Teile der Bevölkerung erreicht und jeder profitiert. Wir müssen wirklich aufpassen, dass wir den Menschen auch in Zukunft gute Bildungschancen und gute Job-Aussichten bieten können. Die Geschwindigkeit der Digitalisierung hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Weder unsere Bundesregierung noch die Lokalpolitik thematisiert dies ausreichend. Welche Perspektiven bieten wir unseren Mitbürgern, deren Jobs es in 10 oder 20 Jahren nicht mehr geben wird?

Es macht mir schon etwas Sorge, dass wir die Digitalisierung nicht in geregeltem Maße beherrschen und dass dabei manche Bevölkerungsteile und Bildungsschichten abgehängt werden. Wenn wir es aber schaffen, die Digitalisierung mit einer langfristigen Strategie zu gestalten, dann kann München im Jahr 2047 ein Mekka des Wohlstands mit ausgeglichener Work-Life-Balance für alle werden. Hip-Hip-Hurra, packen wir’s an!

MWW: Herzlichen Dank für deine Zeit. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg und Freude mit deinem Blog!