Beiträge

Dr. Karl Best

5einhalb Fragen an Konrad Best

Der Flughafen München ist Münchens Tor zur Welt und als Hauptsponsor und Veranstalter bei der Münchner Webwoche 2016 dabei. Als Unternehmen muss sich der Flughafen der Digitalisierung stellen, wobei sein Digital Team eine wichtige Rolle spielt. Wir haben dem Teamleiter Konrad Best unsere 5einhalb Fragen gestellt, um mehr über die zunehmende Digitalisierung des Flughafens und seine Positionierung in der Münchner Wirtschaft zu erfahren. Weiterlesen

Portrait Lorenz Grehlich

5einhalb Fragen an Lorenz Grehlich

Beim M-net Workshop „Sicherheit im Netz für Unternehmen & Selbstständige“ am 09. November und 10. November erläutert der Netz-Experte Lorenz Grehlich, auf welche Sicherheitsrisiken zu achten ist und welche konkreten Schutzmaßnahmen Sie gegen Angriffe aus dem Netz treffen können. Wir haben ihm 5einhalb Fragen gestellt. Weiterlesen

Das Münchner Kindl

5einhalb Fragen an Das Münchner Kindl

MWW: Hallo Anita, hallo Sarah, könnt ihr euch kurz vorstellen und erzählen, was ihr so machst?

Anita: Ich arbeite seit über drei Jahren im Social Media- und Digitalbereich, zuerst in der Beratung und im Moment in einem großen Münchner Startup. Im Januar 2014 habe ich gemeinsam mit Nina Gscheider und Sarah Schappert den Blog „Das Münchner Kindl“ gegründet.

Sarah: Neben dem Bloggen interessieren mich Innovationen in verschiedenen Bereichen. Ich arbeite bei der BMW Group in der Abteilung Impact Venture.

MWW: Mit Das Münchner Kindl gestaltet ihr aktiv die Münchner Digitalszene mit. Was genau steht hinter diesem Projekt und wie kam es dazu?

Anita und Sarah: Zunächst wollten wir uns einfach ein wenig ausprobieren: Über die Themen schreiben, die uns interessieren und sehen, wie uns das gefällt. Nach nun fast drei Jahren ist der Blog für uns mehr als nur ein Hobby: Er ist ein großer Teil unseres Lebens und wird auch immer mehr zu einer eigenen kleinen Firma. Wir schreiben zwar weiterhin über Herzensprojekte umsonst, wissen aber auch um den Wert unserer Follower und Content ist eben nur dann King, wenn auch für diese Arbeitsleistung ein Honorar fließt.

MWW: Wenn ihr auf eure Erfahrung zurückblickt: Welches Potential schlummert in München als Digital- und Kreativstandort? Wo würdet ihr selbst gerne mehr vorantreiben?

Anita und Sarah: München hat sehr viel Potential und ist mit Büros von großen namhaften Firmen wie Microsoft und Google bereits ein Digitalstandort. Zudem gibt es eine große Kreativszene mit sehr talentierten Künstlern und Designern. Jedoch herrscht in München aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten ein großer Druck auf ihnen, kreativ sein zu müssen. Das ist zwar einerseits gut, da die Kreativität so im Fluss bleibt, andererseits ist es aber für niemanden möglich, immer unter Druck kreativ zu sein. Hier wünschen wir uns mehr unterstützende Projekte von der Stadt oder auch von großen Firmen, die für bezahlbare Flächen und Büros sorgen und so den Kreativen ein wenig Druck nehmen und mehr Räume für Kreativität bieten. Ein gutes Beispiel dafür ist der Ruffini’s Store am Rindermarkt, in dem seit einigen Monaten tolle Produkte von jungen Münchner Designern zu finden sind – und das ganze gefördert von der Stadt – bitte mehr davon!

MWW: Welche Möglichkeiten seht ihr in München, sich selbst einzubringen und die Digitalwirtschaft, die Szene und den Standort zu stärken?

Anita und Sarah: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten: die Münchner Webwoche, Bits & Pretzels, die Direttissima Konferenz, den Social Media Club oder die Digital Media Women – alles Veranstaltungen oder Netzwerke, die sich an der Digitalszene beteiligen. Aber das Wichtigste ist und bleibt immer: Unterwegs sein und mit Leuten sprechen – nur so kann man sich einbringen und dann gemeinsam etwas verändern. Generell finden wir, dass in München viele oft ihr eigenes Süppchen kochen, anstatt sich mit anderen zusammenzutun. Hier sehen wir sehr viel Potential für die Zukunft, denn aus Kollaborationen entstehen meist die besten Dinge.

MWW: Die Münchner Webwoche lebt von der Beteiligung aus der Münchner Digitallandschaft. Könntet ihr euch vorstellen, euch mit einem eigenen Beitrag einzubringen oder mit einem Event dabei zu sein – oder seid ihr es eh schon?

Anita und Sarah: Auf jeden Fall werden wir dabei sein und die ein oder andere Veranstaltung besuchen. Zudem sitzen wir in der Jury für den diesjährigen Isarnetz Blogaward und sind schon sehr gespannt, wer in den einzelnen Kategorien das Rennen machen wird. Nachdem wir mit unserem Blog 2015 den Blogaward gewinnen konnten, wissen wir, was das für eine tolle Bestätigung für die Arbeit als Blogger sein kann.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würdet ihr an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

Anita und Sarah: Wir fänden ein paar Antworten von Felix Wegener sehr spannend, weil er dieses Jahr mit der Direttissima Konferenz gezeigt hat, was für tolle Dinge man hier in München auf die Beine stellen kann.

MWW: Vielen lieben Dank!


[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den großen und kleinen Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum sein. Die Interviewreihe räumt Platz dafür ein, dass sich engagierte Persönlichkeiten der Szene mit ihren Projekten vorstellen können.]

Portrait Klaus Eck

5einhalb Fragen an Klaus Eck

Klaus Eck ist Gründer der Content Marketing Agentur d.Tales, hält seine Leser bei PR-Blogger und auf einigen weiteren Plattformen auf dem neusten Stand rund um Content, Kommunikation und Social Media. Außerdem hat er den Social Media Club München gegründet und ist im Beirat der Münchner Webwoche für die Digitalszene in München. Wir wollten mit fünf kurzen Fragen mehr über seine Projekte und ihn erfahren.

MWW: Hallo Klaus, kannst du dich kurz vorstellen und erzählen, was du so machst?

KLAUS ECK: Als Geschäftsführer von d.Tales dreht sich bei mir natürlich alles um Content Marketing und die damit zusammenhängenden Themen. Ich bin sehr viel unterwegs – einerseits als Berater, aber auch als Keynotespeaker bei verschiedensten Veranstaltungen. Unternehmen unterstütze ich beispielsweise bei der Digitalisierung ihrer Unternehmens-, Marketing- und Kommunikationsprozesse. Dabei reicht die Bandbreite von Content Strategie über Reputation Management bis zu Influencer Relations. Seit 2004 gebe ich außerdem den PR-Blogger heraus, in dem wir uns mit einem festen Autorenteam mit aktuellen Trends und Entwicklungen in Kommunikation und Marketing auseinandersetzen. Darüber hinaus habe ich einen Lehrauftrag an verschiedenen Hochschulen in Deutschland und Österreich.

MWW: Mit Social Media Club München gestaltest du aktiv die Münchner Digitalszene mit. Was genau steht hinter diesem Projekt und wie kam es dazu?

KLAUS: Mit dem Social Media Club München bieten wir seit 2009 eine Plattform, bei der sich die Teilnehmer in informeller Runde über Social Media und die damit verbundenen Möglichkeiten austauschen können. Das unterstreicht auch unser Slogan: „If you get it, share it“. Wir bringen Interessierte zusammen, die sich für die Entwicklung der Medien- und Internet-Branche interessieren und den Nutzen von Social Media für jedermann zugänglich machen wollen.

MWW: Wenn du auf deine Erfahrung zurückblickst: Welches Potential schlummert in München als Digital- und Kreativstandort? Wo würdest du selbst gerne mehr vorantreiben?

KLAUS: Was das angeht, hat München enormes Potenzial. Das zeigen beispielsweise Projekte wie die Schaffung des Kreativquartiers, das der freien zeitgenössischen Kunstszene und Akteuren der Kreativwirtschaft Raum für die Entwicklung, Produktion und Präsentation bieten soll. Aber auch digital ist München auf einem guten Weg. Das zeigen Veranstaltungen wie die Münchner Webwoche oder die Konferenz Direttissima, die 2016 zum ersten Mal stattfand. Aber auch größere Firmen wie Google, Microsoft und Siemens setzen in München Schwerpunkte: IBM beispielsweise ist mit Supercomputer Watson hierher gezogen.

MWW: Welche Möglichkeiten siehst du in München, sich selbst einzubringen und die Digitalwirtschaft, die Szene und den Standort zu stärken?

KLAUS: Da gibt es vielerlei Optionen. Wer online aktiv ist, findet sehr schnell entsprechende Möglichkeiten, wie beispielsweise bei uns im Social Media Club, dem Münchner Chapter der Digital Media Women oder der Münchner Webwoche.

MWW: Die Münchner Webwoche lebt von der Beteiligung aus der Münchner Digitallandschaft. Könntest du dir vorstellen, dich mit einem eigenen Beitrag einzubringen oder mit einem Event dabei zu sein – oder bist du es eh schon?

KLAUS: Ich habe in der Vergangenheit bereits einige Vorträge in der Webwoche gehalten und stehe dazu immer gerne bereit. Nur manchmal spielt mein Terminkalender nicht mit, deshalb werde ich es in diesem Jahr leider nicht schaffen und nur passiv als Beiratsmitglied dazu beitragen können. Dafür werde ich sicherlich auf Twitter mitwirken.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würdest du an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

KLAUS: Dirk von Gehlen ist immer gut für spannende Einsichten in die digitale Szene.

MWW: Vielen lieben Dank!


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Lutz Staacke, Portrait

5einhalb Fragen an Lutz Staacke

Technik und Toleranz liegen Lutz Staacke am Herzen. Der Social Media und Community Manager setzt sich mit #1000malwillkommen für eine freundliche Willkommenskultur ein und war mit Sabine Sikorsky Gründervater des Twitter-Projekts MunichLovesU. Von Sabine, die wir beim letzten Mal in diesem Format befragt haben, wurde er für unsere 5einhalb Fragen nominiert.

MWW: Hallo Lutz, kannst Du Dich kurz vorstellen und erzählen, was Du so machst?

Lutz Staacke: Moin zusammen, mein Name ist Lutz Staacke, ich bin 33 Jahre alt, sprich irgendwas zwischen Digital Immigrant und Digital Native, und arbeite als Head of Social Media beim Deutschen Landwirtschaftsverlag im Herzen Schwabings.

Als Social Media und Community Manager schlägt mein Herz natürlich analog-digital und ich bin ein regelrechter User- aber auch Trollfan. Ob bei meinem ehemaligen Arbeitgeber, gutefrage.net, oder für #1000malwillkommen: ohne User und User Generated Content wäre der Alltag nicht ganz so bunt.

MWW: Mit #1000malwillkommen gestaltest Du aktiv die Münchner Digitalszene mit. Was genau steht hinter diesem Projekt und wie kam es dazu?

Lutz: #1000malwillkommen ist ein Tumblr-Blog auf dem ich zeigen wollte, dass das Netz gut ist.

Auslöser war eine Demo in Freital letztes Jahr. Eine Frau meinte, dass sie nichts gegen Flüchtlinge habe, aber mit dieser Meinung wohl alleine dastünde. Das hat mich aufgewühlt und so habe ich nicht lange gezögert und wollte was bewegen.

Hinzu kam, dass ich auf mehr und mehr Hate-Speech stieß. Durch #1000malwillkommen wollte ich ein Zeichen setzen, dass es im Netz durchaus viele gute Menschen gibt, die andere Menschen willkommen heißen und freundliche Worte übrig haben.

Flüchtlinge haben auf ihrem Weg nach Deutschland schon so viel durchgemacht und erlitten, dass sie wenigstens mit warmen Worten empfangen werden sollten. Da wird man dann schnell als Gutmensch oder Bahnhofsklatscher bezeichnet. Doch in vielen Fällen heißt es einfach: don’t feed the troll.

MWW: Wenn Du auf Deine Erfahrung zurückblickst: welches Potential schlummert in München als Digital- und Kreativstandort? Wo würdest Du selbst gerne mehr vorantreiben?

Lutz: München hat ein unglaubliches Potential. Ich habe mich schon früh in der Digitalszene getummelt und beispielsweise auch mit meiner Vorrednerin Sabine MunichLovesU mitgestaltet. Doch ich sehe auch viele andere Initiativen, die man sonst nur in Berlin erwartet. So zum Beispiel Cook and Code das tolle Format 45 Minutes von meinem Kumpel Carlo. Hier verschenkt er 45 Minuten Beratung. Zu ihm kann jeder kommen, der Beratung sucht. Carlo hört sich diese Ideen an und gibt Hilfestellungen, wie man etwas angehen könnte. Gerade für Startups eine coole Möglichkeit seine eigene Idee und deren Aufwand kurz einschätzen zu lassen und den nächsten Step zu denken. Wenn sich für Carlo dann ein Auftrag ergibt, gut. Wenn nicht, so lernt er zumindest viele tolle Leute kennen.

Ich selber überlege, ob ich meine Social Media Expertise NGOs/NPOs in München zur Verfügung stelle und diese berate. Das habe ich schon mal gemacht und es gibt einem ein gutes Gefühl. Eben doch der Gutmensch in mir 😉

MWW: Welche Möglichkeiten siehst Du in München, sich selbst einzubringen und die Digitalwirtschaft, die Szene und den Standort zu stärken?

Lutz: Mit Microsoft, Google und anderen tollen digitalen Unternehmen kann man schnell interessante Formate entwickeln oder Unterstützer gewinnen. Ob es TwelveMinutesMe ist, man zum Management 3.0 Stammtisch geht oder eine, leider noch nicht richtig aktive, LGBT Community für Techies aufbaut.

Gerade im Bereich Schwul-Lesbisches Netzwerken für Geeks, Nerds und Techies wünsche ich mir oft mehr, als die Stadt zurzeit bietet. Unicorns in Tech war da schon mal ein Anfang. Leider gab es diese Veranstaltung bisher nur einmal in München. Da haben uns die anderen Großstädte ein bisschen was voraus.

MWW: Die Münchner Webwoche lebt von der Beteiligung aus der Münchner Digitallandschaft. Könntest Du Dir vorstellen, Dich mit einem eigenen Beitrag einzubringen oder mit einem Event dabei zu sein – oder bist Du es eh schon?

Lutz: Ja das kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich frag da gleich mal bei Unicorns in Tech an, ob wir etwas planen können…

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würdest Du an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

Lutz: Nachdem ich schon so geschwärmt habe, kann ich Euch nur Carlo Zottmann ans Herz legen. Er ist freier Software Developer und Consultant. Er entwickelt Websites, Web- und Mobile-Apps und betreibt den unglaublich spannenden Newsletter „Neues aus der Zukunft“ in dem er Neuerungen aus Medizin, Energie und Technologie vorstellt, die wie Zukunftsmusik klingen, aber heute schon Realität sind.

MWW: Vielen lieben Dank!


[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den großen und kleinen Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum sein. Die Interviewreihe räumt Platz dafür ein, dass sich engagierte Persönlichkeiten der Szene mit ihren Projekten vorstellen können.]

Photo von Franz Glatz

5einhalb Fragen an: Dr. Franz Glatz, Managing Director, Gate Garching und WERK1 München

[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum zugleich sein. Die Interviewreihe unterstützt dieses Ziel, indem sie Persönlichkeiten aus dieser Szene vorstellt.]

Staatsministerin Ilse Aigner hat Dr. Franz Glatz für die 5einhalb Fragen nominiert. Dr. Glatz hält die Keynotes auf dem Abendempfang der Münchner Webwoche. Er steht wesentlich hinter dem Gründerzentrum WERK1, das Startups in der Digitalwirtschaft mit Büroräumen und Vernetzung unterstützt.

MWW: Erzählen Sie uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Sie in München so richtig begeistert hat.

Ein Projekt, das mich seit über 12 Jahren begeistert und das letzte Woche noch einen schnelleren Herzschlag bei mir verursacht hat: metaio GmbH. Als ich sie damals, etwa im Winter 2002 als eines der ersten Unternehmen im gate Garching kennen gelernt habe, ahnte ich bereits, dass das Unternehmen zu Großem bestimmt ist. Und eben diese Ahnung wurde vergangene Woche bestätigt: die Mitarbeiter der metaio GmbH sind inzwischen Angestellte von Apple. Leider erfahren wir seither aber auch nicht mehr darüber.

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

In München schlummert viel – viel Technologie und Professionalität – und selten wird drüber gesprochen, so wie halt auch metaio. Schlummern tut bestimmt in vielen Bereichen der vielgelobte Mittelstand, der so manche Digitalisierungschance noch gar nicht entdeckt hat und in der Zusammenarbeit mit weitsichtigen Startups hier noch viel heben kann.

MWW: Wie kann man aus Ihrer Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

Ganz einfach: do it! Hier zählen Ergebnisse, ohne großes Gerede im Vorfeld. Vielleicht auch hier wieder das Beispiel metaio.

MWW: Welchen Beitrag kann ein Format wie die Münchner Webwoche aus Ihrer Sicht dazu leisten?

Die Münchner Webwoche begleite und beobachte ich schon seit dem ersten Tag. Die ersten Ideen mit Wolf Groß und Thomas Pfeiffer habe ich voll unterstützt. Die Entwicklung eines verbindenden „mia in Minga“ wäre ein hohes Ziel.

MWW: Welche Veranstaltungen planen Sie zur Münchner Webwoche 2015?

Am Freitag findet im WERK1 ein Tagesworkshop mit dem Autor des Buches „The Lean Entrepreneur“ statt. Patrick Vlaskovits habe ich in San Francisco kennengelernt und er wird einen Tag lang Startups erklären und zeigen, wie man Wachstum erzeugt und managt. Alle Teilnehmer erhalten sein Buch natürlich signiert dazu.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würden Sie an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

Nennen will ich eine Persönlichkeit, die uns helfen kann, die Verbindung von Großkonzernen, dem Mittelstand und den Startups herzustellen. Keine Person hat so viel Kontakte, kennt so viele Unternehmen und lebt zu dem in München wie Prof. Dr. H. Henzler. Ich freue mich auf seine Antworten.

MWW: Vielen lieben Dank!

Staatsministerin Ilse Aigner

5einhalb Fragen an: Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum zugleich sein. Die Interviewreihe unterstützt dieses Ziel, indem sie Persönlichkeiten aus dieser Szene vorstellt.]

Dr. Wieland Holfelder vom Google Entwicklungszentrum München hat Ilse Aigner für die 5einhalb Fragen nominiert. Die Staatsministerin ist Schirmherrin der Münchner Webwoche 2015.

MWW: Erzählen Sie uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Sie in München so richtig begeistert hat.

Aigner: Richtig begeistert hat mich die Gründerkonferenz „Bits & Pretzels“. Ein Team aus drei Organisatoren hat innerhalb von zwei Jahren eine riesen Veranstaltung zur Stärkung der bayerischen Startup-Szene aufgezogen. Im Januar 2015 waren ca. 1.700 Teilnehmer aus der bayerischen, nationalen und internationalen Start-up Szene vertreten. Das war wirklich beeindruckend. Für den Folgetermin, der während und teilweise auf dem Oktoberfest 2015 stattfindet, wird mit 3.000 Teilnehmern gerechnet.

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

Aigner: Das Münchner wie das bayerische Potential sind groß. Was sich aus dem Zusammenspiel von IT-Industrie, klassischer Industrie, Wissenschaft und Start-Ups insgesamt entwickelt hat und entwickeln wird, ist den Leuten noch zu wenig bekannt. Man findet bei uns immer die richtigen Partner für ein neues Geschäftsmodell der digitalen Wirtschaft. Ich teile hier die Ansicht von Wieland Holfelder: Hier wird richtiges Business gemacht, aber zu wenig darüber geredet.

MWW: Wie kann man aus Ihrer Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

Aigner: Mit dem WERK1.Bayern haben wir bereits einen Anlaufpunkt für die digitale Gründerszene in München. Jetzt bauen wir das WERK1 zu einem Zentrum für Internet und digitale Medien von internationalem Rang aus, damit es als Blaupause für weitere Zentren für digitale Gründer in den anderen Regierungsbezirken dienen kann.

MWW: Welchen Beitrag kann ein Format wie die Münchner Webwoche aus Ihrer Sicht dazu leisten?

Aigner: Wichtig ist, dass wir mehr über die Chancen und Potentiale der Digitalisierung der Wirtschaft reden und die Vernetzung aktiv gestalten. Genau das müssen wir vermehrt tun. Die Webwoche setzt genau hier an und schafft so gute Voraussetzungen für neue Produkte und innovative Geschäftsmodelle.

MWW: Welche Veranstaltungen planen Sie zur Münchner Webwoche 2015?

Aigner: Ich habe die Schirmherrschaft übernommen und werde verfolgen, was sich an diesen Tagen in München abspielt.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würden Sie an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

Aigner: Wir haben so viel engagierte Akteure, die sich mit Herzblut engagieren. Da fällt die Auswahl schwer. Mich würden aber sehr die Antworten von Dr. Franz Glatz vom WERK1 interessieren.

 MWW: Vielen lieben Dank!

5einhalb Fragen an: Dr. Wieland Holfelder, Leiter des Google Entwicklungszentrums in München

[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum zugleich sein. Die Interviewreihe unterstützt dieses Ziel, indem sie Persönlichkeiten aus dieser Szene vorstellt.]

Google unterstützt die Münchner Webwoche 2015 als Bronze-Sponsor und steuert daneben eine eigene Veranstaltung bei. Dr. Wieland Holfelder ist seit 2008 bei Google Germany GmbH als Leiter des Google Entwicklungszentrums in München mit momentan etwa 200 Entwicklern tätig. Vor Google war Dr. Holfelder für Mercedes-Benz Research and Technology North America, Inc. in Silicon Valley tätig, zuletzt als Vice President und Chief Technical Officer.

MWW: Erzählen Sie uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Sie in München so richtig begeistert hat.

WH: Ganz klar das Projekt M-WLAN. Die Idee dahinter ist einfach klasse. Jedem Münchner und Besuchern kostenloses und frei zugängliches Internet zu Verfügung zu stellen, ist der nächste Schritt in der Digitalisierung. So kann man einfach auf Informationen zugreifen, übrigens ja auch das Ziel von Google: Informationen für alle zu jeder Zeit zugänglich zu machen. Idealerweise sollte das Projekt aber noch erweitert werden, um nicht nur an wenigen zentralen Orten, sondern beispielsweise auch in U- und S-Bahnen genutzt werden zu können.

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

WH: Wenn es um Vernetzung und Digitalisierung in Deutschland geht, wird hauptsächlich über Berlin gesprochen. Aber auch hier in München passiert sehr viel! Die Initiative “Bayern Digital 3.0” zum Beispiel setzt hier die richtigen Impulse, und zeigt, dass es auch der hiesigen Politik ernst damit ist, Bayern und München zur digitalsten Region in Deutschland zu machen. Mit den Investitionen in den Breitbandausbau oder auch der Förderung von digitalen Projekten wird hier die richtige Grundlage geschaffen, davon können Unternehmen und Startups profitieren und darauf weiter aufbauen.

MWW: Wie kann man aus Ihrer Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

WH: Ich denke, man könnte hier zunächst mal ruhig etwas selbstbewusster auftreten, frei nach dem Motto: “tue Gutes – und sprich darüber”! Es gibt so viele positive Aktivitäten im Bereich Entrepreneurship, gerade im digitalen Bereich. Aber: es wird sehr wenig darüber in der lokalen Presse berichtet, daher fehlt die Strahlkraft dieser Aktivitäten. Warum gibt es in den Zeitungen keine feste Seite für die Münchner Szene der Digital- und Kreativwirtschaft oder auch allgemein zu Entrepreneurship? Es gibt unendlich viele Erfolgsgeschichten, die müssen aber auch erzählt werden.

MWW: Welchen Beitrag kann ein Format wie die Münchner Webwoche aus Ihrer Sicht dazu leisten?

WH: Die Webwoche bringt viele einzelne und zum Teil sehr unterschiedliche Akteure an einen Ort zusammen. Das fördert den Austausch der digitalen Szene und erhöht außerdem deren Sichtbarkeit. Das kann gerade Einzelnen Mut machen, sich in diesen Bereichen weiterzubilden oder selbst als Entrepreneur aktiv zu werden.

MWW: Welche Veranstaltungen planen Sie zur Münchner Webwoche 2015?

WH: Wir veranstalten einen Startup Roundtable bei uns im Münchner Google Entwicklungsbüro. Hier bringen wir Münchner Startups an einen Tisch mit Googlern, die teilweise auch bereits selbst erfolgreich gegründet haben, sowie Experten für Startup-relevante Themen sind. So bieten wir die Möglichkeit zum direkten Austausch und zur Diskussion über die Herausforderungen für Startups im digitalen Umfeld oder über die Unterstützung junger Technologie-Unternehmen.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würden Sie an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

WH: Mich würden die Antworten von Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie sehr interessieren. Oder auch von Andreas Bechtholsheim, der zwar kein Münchner ist, aber immerhin in Bayern am Ammersee geboren wurde. Bechtholsheim war übrigens derjenige, der Larry Page und Sergey Brin ihren ersten Scheck ausgestellt hat. Damit wurde 1998 die Google Inc. gegründet. So einen Scheck würde wohl jeder gerne mal unterschreiben.

MWW: Vielen lieben Dank!

5einhalb Fragen an: Bernhard Kux, IHK für München und Oberbayern

[„5einhalb Fragen an…“ ist ein festes Format dieses Blogs. Wir wollen den Gestaltern der Digitalwirtschaft Bühne und Forum zugleich sein. Die Interviewreihe unterstützt dieses Ziel, indem sie Persönlichkeiten aus dieser Szene vorstellt.]

Bernhard Kux unterstützt die Münchner Webwoche von Beginn an. Zum Beispiel öffnete er uns die eine oder andere Kontaktüre und ermöglichte uns ein fantastisches Isarcamp sowie einen glamourösen Abendempfang in den Räumlichkeiten der IHK Akademie im Rahmen der Münchner Webwoche 2014.

MWW: Erzählen Sie uns von einem Projekt rund um das Thema Digitales, das Sie in München so richtig begeistert hat.

BK: Mich begeistern aktuell besonders zwei Beobachtungen: Einerseits ist die Webszene in München viel internationaler und bunter als ich bisher dachte. Konkret habe ich das bei diversen Meetups und ähnlich gelagerten Veranstaltungen erfahren, bei denen Englisch die Standardsprache ist und die Teilnehmer sehr international sind.

Andererseits finde ich interessant, dass immer mehr Einkaufs-Automaten entstehen, an denen man rund um die Uhr Dinge des täglichen Gebrauchs kaufen kann. Wie zum Beispiel Grillwürste am Metzgerei-Automat Franz24 oder die „gekühlte Packkstation“ von emmasbox.de. Das zeigt auch, wie weit man den Begriff „Digitales“ fassen kann.

MWW: Welches digitale Potenzial schlummert in München, das wir noch nicht oder noch nicht vollständig geweckt haben?

BK: München hat viele tolle Unternehmen in unterschiedlichsten Branchen. Alle aber betrifft die Digitalisierung – die einen schon heute, die anderen Morgen. Hinzu kommt eine Vielzahl von Forschungseinrichtungen. Wenn man hier gemeinsam noch weiter über seinen Tellerrand blickt, kann man voneinander lernen – was an anderen Orten mit weniger vielfältigen Branchen so nicht möglich ist.

MWW: Wie kann man aus Ihrer Sicht München als lebendigen Standort der Digital- und Kreativwirtschaft weiter stärken?

BK: Eine Initiative wie die Münchner Webwoche kann dazu beitragen. Indem sie Menschen zusammenbringt. Denn ich finde, Lebendigkeit drückt sich auch im digitalen Zeitalter dadurch aus, dass sich Menschen treffen und miteinander reden. Der digitale Wandel wirkt auf Gesellschaft und Wirtschaft so unterschiedlich und löst bekannte Muster auf. Damit sich neue stabile Strukturen entwickeln können müssen sich neue Netze herausbilden.

Das stößt in der Praxis mitunter auf ganz konkrete Hürden: Wenn sich zum Beispiel 20 digitale Enthusiasten ‎zu einem Meetup treffen wollen ist die höchste Hürde, einen passenden Raum zu finden. Wie wäre es, wenn es in München eine Art „Digitales Wirtshaus“ gäbe? Als der Anlaufpunkt der Münchner Digitalszene.

MWW: Die IHK für München und Oberbayern unterstützt die Münchner Webwoche seit ihrem Beginn im Jahr 2012. Was hat Sie von diesem Format überzeugt?

BK: Zum Jahrtausendwechsel war ich im FIWM, dem „Förderkreis Internetwirtschaft München“ aktiv. Mit dem Platzen der Dotcom-Blase verschwand der FIWM und damit eine Art Dach der Münchner Internetwirtschaft. In den einzelnen Branchen entwickelten sich viele separate Themennetzwerke. Was aber fehlte ist eine Klammer, die versucht die Experten aus Ihren Fachzirkeln zu holen und mit anderen Zirkeln zu vernetzen. Und genau da setzt die sehr gute Idee von Isarnetz und der Münchner Webwoche an, die die IHK sehr gerne unterstützt.

MWW: Welche Veranstaltungen plant die IHK für München und Oberbayern zur Webwoche 2015?

BK: Am Montag den 15. Juni 2015 ist eine größere Veranstaltung geplant, die noch nicht spruchreif ist. Zudem soll eine Ausgabe der Veranstaltungsreihe netzblicke (www.netzblicke.net) am Donnerstag stattfinden, wobei das genaue Thema noch nicht feststeht. Daneben bieten meine Kollegen aus der IHK-Weiterbildung diverse Weiterbildungsseminare zu Webthemen an.

MWW: Und nun die „halbe“ Staffelfrage: Von welcher Persönlichkeit der digitalen Szene in München würden Sie an dieser Stelle gerne 5einhalb Antworten lesen?

BK: Markus Sauerhammer

MWW: Vielen lieben Dank!