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Digitale Vernetzung: Abendempfang der Münchner Webwoche 2016

Ein inspirierender Abend findet sein Ende – eine aufregende Woche startet. Am dritten November 2016 fand in der Nähe des Marienplatzes der Auftakt der diesjährigen Münchner Webwoche statt: der Abendempfang in den alten Gemäuern des historischen Rathauses. Ab 17 Uhr konnten die Besucher, ihre Namensschildchen abholen und im Foyer ein Eröffnungsgetränk in Empfang nehmen. Es war eine neugierige Spannung im Raum und kurz darauf öffnete sich der große Saal für die Begrüßung durch die Moderatorin, die Gastgeber und Initiatoren.

München startet mit besten Voraussetzungen

Herr Kurt Kapp, Leiter der Wirtschaftsförderung und stellvertretender Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, begrüßte zusammen mit Peter Driessen, dem Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, und Prof. Wolf Groß, Initiator der Webwoche, die zahlreichen Gäste. Herr Kapp betonte in seiner Begrüßungsrede, dass die Webwoche in München am richtigen Standort stattfindet, denn hier herrsche eine so große Ansammlung der IT Industrie, wie nirgendwo sonst in Europa. Ebenfalls lobte er den teilweise ehrenamtlichen Einsatz aller Mitglieder und Helfer rund um die Münchner Webwoche, ohne die eine so großartige Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

Hauptinitiator Groß verwies darauf, dass es nicht allein darum ginge, Forderungen an Stadt und Staat zu stellen, sondern auch selbst als Bürger, als Stadtgesellschaft aktiv zu werden und den digitalen Wandel für ein lebendiges und lebenswertes München als digitalen Vorreiter mitzugestalten. Die gute Platzierung Münchens innerhalb der europäischen Digital Cities (Platz 8, und innerhalb Deutschlands Platz 2) verdanke die Metropolregion München – so die aktuelle Studie Startup Heatmap der EU – vor allem ihrem digitalen Ecosystem. Hier werden Isarnetz und die Münchner Webwoche sowie die hier beim Rathausempfang Teilnehmenden weiterhin ihren Beitrag leisten.

Abendempfang: Vernetzt’s Euch

Viel Zeit, um es sich im Saal dann gemütlich zu machen, blieb nicht. Der erste große Programmpunkt, das „Business Speed Dating“, war nun an der Reihe. Die Gäste wurden den von unseren Isarkapitänen geleiteten Gruppen aus 20 bis 25 Personen zugewiesen. Jeweils zwei Personen in einer von zehn Isar-Kapitänen geleiteten Gruppe standen sich gegenüber und hatten drei Minuten Zeit, sich vorzustellen und kennenzulernen. Anschließend rückt eine der Reihen um zwei Positionen weiter, um gespannt neue Unbekannter zu treffen. Die lockere Atmosphäre machte den Teilnehmern viel Spaß, so ein häufiges Feedback.

Mit Mut und Sozialkompetenz zum Erfolg

Danach lag der Hauptfokus lag nun wieder im Saal, und zwar auf der Keynote des Abends: Christiane Brandes-Visbeck über das Thema Digital Leadership. Sie beeindruckt mit ihrem Lebenslauf, der von Jobs bei Zeitungen, Zeitschriften und im Fernsehen bis zur eigenen Consulting Firma Ahoi-Consulting reicht. Ihr Ziel ist, Unternehmen, Selbstständigen und Organisationen bei ihren Reisen durch die unübersichtlich gewordene Welt der analogen und digitalen Kommunikation Orientierung zu bieten. Über ihre Erfahrung berichtete sie in ihrer lockeren Keynote und nannte dabei Punkte wie Mut und Sozialkompetenz, die für eine gute digitale Leadership wichtig sind. In der Internet World findet sich eine Zusammenfassung ihrer Keynote.

Sabine Sikorski, selber Bloggerin, begleitete als Moderatorin durch den Abend und kündigte dann die Band Diappo aus dem Senegal an, die mit ihren beeindruckenden Trommeln für Stimmung sorgten. Die Rhythmen waren so prägnant, dass sicherlich einige einen Ohrwurm mitnahmen.

Die Isarnetz Blog- und Medieninnovationsawards

Nach dem kleinen Konzert kam ein weiterer Höhepunkt des Abends: die Verleihung der Isarnetz Awards. Zunächst wurde der von Mucbook ausgerichtete Isarnetz Blog Award in neun Kategorien verliehen. Zum Gewinner gekürt wurden Respekt, Herr Specht in der Kategorie Corporate, Outdorrunde in der Kategorie Sport, amazedmag für den besten Modeblog, Heinrich graut’s im Bereich Kultur, Madame Cuisine in der Kategorie Food, Mami und Gör für den besten Familienblog, 90 + X als bester Blog in der Kategorie Video, Anidenkt im Bereich Reisen, mit Vergnügen in der Kategorie München und den ersten Platz gewählt vom Publikum belegte MunichMag. Hier gibt es mehr Infos zu den Gewinnern.

Verliehen wurden die Awards von Marco Eisenack, dem Chefredakteur von Mucbook und Jury-Mitglied und Isarnetz-Vize Andreas Keck. Weil es, laut Mucbook unter den über 200 Einreichungen so viele tolle Blogs gab, wurden jeweils noch die Zweit- und Drittnominierten genannt, da es teilweise sehr knappe Entscheidungen waren. Dadurch wurde aber auch der knappe Zeitrahmen strapaziert, sodass bei den vielen Teilnehmern während der Preisverleihung schon der Magen knurrte (Wir geloben Besserung).

Im Anschluss folgte die Preisverleihung des Isarnetz Awards für Medieninnovationen, der in Zusammenarbeit mit Isarnetz und der Akademie der Deutschen Medien durch Jaqueline Hoffmann und Bernd Zanetti zum Leben gerufen wurde. Eine hochkarätige Jury kürte die App Papego der Briends GmbH zum Gewinner. Bei Papego handelt es sich um eine kostenlose, innovative App, mit der man – für den Nutzer kostenlos – gedruckte Bücher mobil auf dem Smartphone weiterlesen kann. Einen Sonderpreis der Jury wurde an AwaltsGebühren.Online verliehen, eine webbasierte Anwendung, welche Anwälten und Kanzleien die Optimierung ihrer Gebührenabrechnung nach der RVG Gesetzesreform ermöglicht.

Ausklang und Sponsoren

Bevor der Abend dann Ausklang im Foyer fand, wurden die Unterstützer der ersten Stunde, Eva Puckner vom Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshaustadt München und Bernhard Kux von der IHK für München und Oberbayern auf die Bühne gerufen. Gleichfalls die Vertreter der Sponsorenteams von Flughafen München, M-net, CeBIT, Zukunftswerk, Hotwire PR, Uniscon, Ströer und Straight, die Award Mitorganisatoren von Mucbook und der Akademie der Deutschen Medien. Groß bedankte sich auch besonders bei den über 60 Mitgliedern der verschiedenen Award Jurys und den zahlreichen Netzwerkpartnern der Webwoche, wie den webgrrls und den Digital Media Women, der Europäischen Metropolregion München sowie natürlich besonders den Mitglieder des Isarnetz Organteams und allen anderen Mitwirkenden.

Zum Schluss gab es dann, wie angekündigt, ein leckeres Buffet mit Getränken, während dessen Zeit geschaffen war, sich gegenseitig zu vernetzten und an die angefangenen Speeddating-Gespräche anzuknüpfen. Es war ein inspirierender Abend mit vielen Höhepunkten wie dem Businessdating, der Keynote und den vielen Awards.

Eindruck vom Rathausempfang der Münchner Webwoche beim Verlesen des Grußwortes von Frau Ilse Aigner, Staatsministerin

München digital: Der Rathausempfang der Münchner Webwoche

Am 21.06.endete die diesjährige Münchner Webwoche. Auch 2015 bot die Veranstaltung für jeden Geschmack interessante Themen und Veranstaltungen, wobei der Abendempfang im Alten Rathaus zum zentrale Treffpunkt für alle Teilnehmer wurde. Dort standen insbesondere die Vernetzung der Gäste und die Stärkung des Digitalstandorts Münchens den ganzen Abends – vom Get-together über die Grußworte und Keynote bis zum Stehempfang – im Mittelpunkt.

Nach dem anfänglichen Get-together bei kalten Getränken wurden die Gäste für das Business Speed-Dating zufällig in sechs Gruppen eingeteilt. Die Gruppen wurden von ausgewählten „Isarcaptains“ aus den Reihen unserer Partner und Unterstützer, etwa Christian Reindl, Executive Vice President Sales & Consumer Goods von Wirecard, Haimo Liebich, Stadtrat und Sprecher von Netzwerk Interaktiv, , oder auch Jürgen Enninger, dem bekannten Leiter des Kreativzentrums München, betreut. Dabei wurden zahlreiche Kontakte zwischen Teilnehmern aus den verschiedensten digitalen Branchen geknüpft.

Anschließend eröffnete Münchens zweiter Bürgermeister, Josef Schmid, Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, den formelleren Teil des Abends mit seiner Begrüßungsrede als Gastgeber. Das Referat der Landeshauptstadt hatte es Isarnetz ermöglicht, den Empfang im Alten Rathaus auszurichten, einem historischen Gebäude, das nur zu ausgewählten Anlässen zugänglich ist. In seiner Eröffnungsrede betonte er die ausgezeichnete Entwicklung der Münchner Webwoche. Diese habe „sich professionalisiert“ und „über die Jahre einen Namen geschaffen“, erklärte Schmid. Deshalb bilde sie „inzwischen einen wichtigen Baustein im bunten Mosaik der Münchner Web-Community“.

Dr. Vogler, Leiter des Bereichs Industrie, Innovation, Umwelt und Verkehr der IHK für München und Oberbayern und langjähriger Unterstützer der Webwoche, schloss sich der Sicht des Bürgermeisters an. Anhand des Programmheftes der Münchner Webwoche verdeutlichte er, dass es mittlerweile gelungen ist, „nahezu alle wichtigen Akteure der Münchner Digitalszene ins Boot“ zu holen. Damit sei die Münchner Webwoche mittlerweile „zu einem Digital-Pflichttermin“ geworden, bei dem „Menschen aus den unterschiedlichen Ecken der Digitalisierung“ zueinander finden, um über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.

Auch Frau Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie und Schirmherrin der Münchner Webwoche, bestätigte in ihrem Grußwort den Erfolg der Münchner Webwoche. Diese „bringt Marktpartner zusammen, das sind die besten Voraussetzungen für neue Produkte. So wird die Münchner Webwoche auch zur Leistungsschau der Münchner Internetszene.“ Dabei zeichne sie die dezentrale Struktur aus, die ohne die teilnehmenden Firmen und Institutionen der Digital- und Kreativwirtschaft nicht haltbar wäre.

Beim Übergang zur Keynote bedankte sich auch Wolf Groß, Initiator der Münchner Webwoche, bei Bürgermeister Schmid sowie Herrn Dr. Vogler für die Unterstützung des städtischen Referats und der IHK für München und Oberbayern. Besonders betonte er die Mithilfe von Telefónica und Florian Hohenauer von Hotwire, die mit ihrer Unterstützung einen wichtigen Grundstein der Münchner Webwoche gelegt hatten. Er hob hierbei hervor, dass dies zwar der Ausgangspunkt, letztlich aber jeder einzelne Partner, Sponsor und Teilnehmer für die Münchner Webwoche unverzichtbar sei.

Seine Rede betonte die Mission der Münchner Webwoche, die Zukunft zu vernetzen, um Herausforderungen zu meistern, vor denen München und Bayern im internationalen Wettbewerb stehen. Auch wenn viele Unternehmen, Initiativen, Personen, Gründerzentren und Initiativen aus Stadt und Land bereits viel unternähmen, zähle die Vernetzung zwischen den Projekten. Der Slogan verweist darauf, „nicht nur auf die Politik zu schielen oder großen US-Firmen die Gestaltung der digitalen Zukunft zu überlassen, sondern als Unternehmer, Manager, Bürger und Stadtgesellschaft selbst die Initiative in die Hand zu nehmen.“

In seiner Keynote schloss Franz Glatz, Leiter von WERK1 daran an und zeichnete das Bild einer wachsenden Digitallandschaft in München, die sich in den letzten fünfzehn Jahren entwickelt habe. Dabei erklärte er, dass nur die enge Vernetzung der vielfältigen Beteiligten dazu führen wird, dass München auch in Zukunft aus einem reichlichen, digitalen Potential schöpfen könne. Diese Vielfalt der Akteure, spiegelte sich auch in der Verleihung der Isarnetz Blog Awards. Dieser zeigte, dass die digitale Welt in München keine reine Männerdomäne ist: die Gewinner waren ausschließlich Frauen.

Der letzte Teil des Abends war anschließend für Buffet und freies Netzwerken vorgesehen, sodass neue Kontakte und Geschäftsbeziehungen geknüpft werden konnten. Viele Partner und Helfer haben am Abendempfang mitgewirkt. Besonderen Dank verdienen Anja-Karina Richter vom Bayerischen Filmzentrum und Marco Eisenack von Mucbook, die den Isarnetz Blog Award, die Nominierungen, Jury, Abstimmung und Verleihung organisiert haben, ebenso alle Sponsoren und Partner, deren Vertreter als Isarcaptains das Business Speed-Dating koordiniert haben.

Wolf Gross auf dem Abendempfang der Münchner Webwoche im Gespräch mit Helene Klaas von How2 Expert

Der Weg in Münchnens digitale Zukunft

Wir blicken auf eine erfolgreiche und spannende Münchner Webwoche 2015 zurück, die an jedem Tag neue Highlights für alle digitalen Interessen bot. Die Photoimpressionen auf unserer Facebookseite bilden nur einen kleinen Teil der Münchner Webwoche zwischen dem Get-together zur Eröffnung und unserer Abschlussfeier mit UNPAINTED im Harry Klein ab.

Während des zentralen Abendempfangs im Alten Rathaus haben Gäste und Akteure der Münchner Webwoche im Videointerview mit dem Team von Bronzesponsor How2 Expert ihre Vision von Münchens digitaler Zukunft festgehalten. Hier eine Übersicht über alle Interviews:

Im Interview spricht Professor Wolf Groß, Initiator der Münchner Webwoche, von den Highlights der vierten Münchner Webwoche und seinen Visionen für die Zukunft. Als Erfolg der Webwoche 2015 sieht Groß besonders die stärkere Einbindung der digitalen Kreativen, womit die Webwoche dem Ziel, alle digitalen Akteure Münchens zu vernetzen, einen weiteren Schritt näher gekommen ist.

 

Münchens Zweiter Bürgermeister Josef Schmid (CSU), Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, zeigt seine Vorstellung von Münchens Digitalisierung und der neuen Dachmarke für die bayerische Gründerszene „Gründerland Bayern“.

 

Dr. Herbert Vogler, Leiter des Bereichs Industrie, Innovation, Umwelt und Verkehr der IHK für München und Oberbayern erklärt, dass Digitalisierung jeden trifft. Sein Ratschlag, in die Digitalisierung zu investieren, richtet sich besonders an kleine und mittelständische Unternehmen.

 

Christian Reindl, Geschäftsführer von Wirecard, redet über München als attraktiven Standort für kreative Digitalideen. Dabei fließen Wirecards Erfahrungen ein, sich vom Startup zum großen Unternehmen hochzukämpfen.

 

Haimo Liebich, ehrenamtlicher Stadtrat in München und Sprecher der AG Interaktiv, beschreibt das Themenfeld der Digitalisierung als eine breite Problematik zwischen Wohnen, Arbeitsplätzen, Arbeitsatmosphäre und guten Rahmenbedingungen in einer Stadt, die man sich kaum leisten kann.

Katharina Lindenthal geht auf die Unterstützung der Münchner Webwoche durch Google ein. Sie betrachtet die Unterstützung als Beitrag, die digitale Szene zu vernetzen.

»dieTextorin« Sarah Ines Struck ist Ansprechpartnerin für das Programm Kultur und Kreativwirtschaft auf der Münchner Webwoche. Sie sieht die Aufgabe der Münchner Webwoche darin, die digitale Szene dezentral und dialogisch zusammenzubringen, um Hardcoretechnologie und freischaffende Kreative und Künstler zu vereinen.

 

Die Gäste der Münchner Webwoche sehen Münchens digitale Zukunft vielfältig: Von lückenlosem Wifi und allgegenwärtigen Apps bis zu virtuellen Realitäten und verwirklichter Science Fiction bietet sich ein breites Spektrum.